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Lernen lernen oder: Wie das endlich in Deinen Kopf geht

Lernen lernen

Jeder will oder muss früher oder später irgendetwas lernen.
Doch leider wissen viele nicht, wie sie es richtig angehen sollen. Dabei ist es egal, ob es sich um die Englisch Vokabeln, ums Trompete spielen oder mathematische Formeln handelt.
Es gibt viele Leute, die sich, bezogen auf ihre Art des Lernens, in ihren vermeintlichen Lerntypen oder -methoden festfahren. Sie sagen “Also ich kann mir etwas nur merken, wenn ich es aufgeschrieben habe” oder “Nur wenn ich etwas gehört habe, bleibt es mir im Kopf”. Wenn es damit nicht funktioniert, sind sie ratlos und die Motivation ist schnell verloren.
Wie Du das Lernen lernen kannst, damit Du endlich wieder gerne und erfolgreich Lernen kannst, damit will ich mich heute beschäftigen. Denn ich will Dir klar machen, was Du bestimmt auch schon einmal selbst -bewusst oder unbewusst- erlebt hast: Lernen lernen kann leicht sein!

Endlich wollen statt sollen

Das entspricht auch den Erfahrungen von Christian Maier-Straube, dessen Buch “Endlich wollen statt sollen” mir den Anstoß zu diesem Beitrag über das Lernen lernen gegeben hat. Das heißt nicht, dass ich das Buch hier versuche zusammenzufassen oder, dass all das, was ich hier schreibe auch der Aussage des Autors entspricht. Manche Gedankenanstöße und auch Thesen kannst Du so im Buch wiederfinden, manche sind jedoch meine eigene Interpretation oder meine eigenen Gedanken.

Durch meine Zeit bei Jicki, hat sich mein Bild vom Lernen nämlich tatsächlich verändert. Davor war ich einfach in der Schule. Und in der Schule heißt Lernen Pauken und Auswendiglernen. Als ich zu Jicki kam hat sich das Bild verschoben. Back to the roots, könnte man sagen. Ich hab gesehen, dass es nicht nur “Oh nee, ich muss lernen” gibt, sondern, dass Lernen auch Spaß machen kann- oder zumindest nicht anstrengend sein muss. Diese Einstellung haben hier nämlich alle und darauf möchte ich Dir auch Lust machen. Los geht’s also mit meinen Gedanken zum Thema Lernen lernen.

Das sieht immer so leicht aus! – Lernen lernen durch Fehler

Du kennst doch sicher das Phänomen: Du siehst jemanden, wie er etwas macht, das er kann. Das kann Kochen sein oder Akrobatik oder Gabelstapler fahren, total egal.
Du denkst Dir “Das sieht so leicht aus!”.
Und Du hast natürlich recht, denn es ist leicht – wenn man es kann. Das Lernen ist hierbei der Weg vom Nichtkönnen zum Leicht können und wenn Du nicht versuchst es zu lernen, dann wirst Du es wohl immer schwer finden.
Doch wenn Du es immer weiter versuchst, Dir vielleicht Hilfe vom Profi holst und Dich vor allem nicht unterkriegen lässt, wirst Du bald merken, dass es immer leichter wird.
Wahrscheinlich wird es bei diesem Lernprozess ein paar misslungene Versuche geben, Fehler eben. Aber Fehler zeigen – so besserwisserisch es jetzt klingen mag – eben nur was fehlt.
Indem Du Dich selbst beobachtest, Deine Fehler erkennst (und sie eben nicht auf das Wetter, Deine Mitmenschen oder sonst was schiebst) und gezielt daran arbeitest, wird alles was jetzt noch “schwer” ist, bald ganz einfach.

Als Kleinkind dachtest Du doch auch nicht “Boah, Laufen und Reden ist so schwer, das krieg ich nie hin”. Du hast auch nicht, sobald Du Dich nach den ersten Schritten auf dem Boden wiedergefunden hast, gesagt, dass Du nur hingefallen bist, weil der Boden zu rutschig oder der Strampler zu groß war. Du hast nicht aufgegeben, weil Du einfach Lust auf Lernen hattest. Damals musstest Du nicht das Lernen lernen, Du konntest es einfach und hast immer weiter gemacht. Und genau dahin solltest Du zurück finden. (Also nicht in den Strampler sondern in die Zeit, in der Du Spaß am Lernen hattest.)

Lerne Sprachen auf entspannte Weise!

Lernen lernen: Alles nur eine Sache der Motivation

Als Kind warst Du nicht angespannt und wurdest nicht zum Lernen gezwungen. Dir wurden keine Inhalte oder Tätigkeiten aufgezwungen, Deine Motivation war es, die Dich angetrieben hat einfach nur zu lernen. Und das hat doch grandios funktioniert, oder?
Und genau deshalb solltest Du versuchen, wieder mit dieser Motivation in Dir in Kontakt zu kommen. Wenn Du Angst hast, Fehler zu machen, hinzufallen oder Dich zu blamieren, wird es nicht funktionieren. Aber das liegt nicht am Lerninhalt, sondern an Deiner Einstellung dazu. Ein entscheidender Tipp zum Lernen lernen ist: Finde Deine eigene Motivation. Wenn Du Dich jetzt z.B.in deine französische Nachbarin verlieben würdest, wird es Dir plötzlich leicht fallen Französisch zu lernen, auch wenn Du es in der Schule noch gehasst hast

Selbst wenn Du keine persönliche Motivation hast, sondern aufgrund von Lehrern, Arbeitgebern oder Trainern lernen musst, solltest Du Dir vor Augen führen, was es Dir bringt und warum Du es willst. Finde ein klares Ziel vor Augen – sei es ein guter Abschluss, eine Beförderung oder dein persönlicher Stolz – und Dir wird das Lernen plötzlich viel leichter fallen.
Wenn Du Dir das zu Lernende zusätzlich noch spielerisch und langsam, besser gesagt in Deinem Tempo, vertraut machst, machst Du Dir die Sprache, das Hobby oder eben das Gabelstapler fahren zum Freund und nicht mehr zum großen, schwarzen, unbekannten Ding, das Dir zu schaffen macht.

Okay, zusammengefasst heißt das: Lernen kann leicht sein und Spaß machen, wenn man es denn richtig macht.

Aber wie kann ich „richtig“ das Lernen lernen?

“Richtig” bedeutet hier ähnlich lernen wie als Kind, weil Du damals motiviert warst, Lust auf Lernen hattest und nicht unter Druck standest. Und wenn Du etwas mit Freude machst, dann musst Du Dich nicht mit Didaktik, Methodik oder Lernen lernen auseinandersetzen, weil es dann wie von selbst funktioniert.
Wenn Du Dich beim Lernen unter Druck setzt, wirst Du wahrscheinlich am eigenen Leib erfahren, was Du in der Theorie schon lange weißt: Anspannung blockiert.

Ja, ich weiß, dass es schwer ist, Dir vor einer Prüfung keinen Druck zu machen. Aber es ist wichtig, zielorientiert zu sein und so soweit zu kommen wie es geht. Richte dabei den Blick von dem was noch vor Dir liegt (“Ich hab noch so viel Stoff, das schaff ich nie bis nächste Woche!”) auf das, was Du erreichen willst und mache gezielt Pausen.

Müllzeit verboten!

Meine Mutter hat mir, als ich einmal vom Lernen frustriert war, von einer Theorie erzählt. Danach gibt es Lernzeit, Freizeit und Müllzeit.
In der Lernzeit gibt es nur eins, nämlich lernen. Hier wird nichts gemacht, was nicht effektiv und produktiv ist.
In der Freizeit darf alles gemacht werden. Das geht von Fahrradfahren, bis hin zu Essen oder staubsaugend durch die Wohnung tanzen. Halt einfach alles, das nichts mit Lernen zu tun hat und bei dem Du auch nicht ans Lernen oder die Lerninhalte denkst.
Alles andere ist Müllzeit, darunter zählt alles, das Dich eigentlich ablenken soll, bei dem Du aber immer noch ans Lernen denkst und andersrum, jeder Moment beim Lernen, in dem Du abgelenkt bist.

Du solltest natürlich immer versuchen, das Müllzeit-Level möglichst gering zu halten, denn die bringt Dir- wie der Name schon sagt- gar nichts. Deshalb sind gezielte Pausen auch so wichtig. Denn wenn Du angespannt und gestresst bist, dann kannst Du weder lernen noch Pause machen und Dein Kopf und Körper blockieren einfach.

Lernen lernen mit der Jicki Methode

Entspannt zu lernen ist natürlich auch eine gute Idee. Wenn Du jetzt skeptisch bist, dass das überhaupt funktionieren kann, dann hör Dir mal eine der Probeduschen von Jicki an und Du wirst merken, dass es funktioniert.

Das ist die Jicki Methode. Zum Sprachen lernen ist das – wie Du gehört hast – ideal. Aber nicht nur dafür. Allgemein bist Du, wenn Du entspannt bist am aufnahmefähigsten, also lehn Dich zurück, atme durch und schau Dir nochmal Deinen Lernstoff an. Wenn Du dazu jetzt noch Deine eigene intrinsische Motivation gefunden hast, genauso offen für Neues bist, wie als Kind und im besten Fall auch noch Freude an der Aktion oder dem Stoff hast, dann wirst Du merken, wie das Lernen plötzlich leicht wird.

Und nicht nur Du wirst begeistert sein, sondern auch Deine neue französische Freundin, wenn sie merkt, dass Du nur für sie Französisch sprechen gelernt hast.

Lerne Sprachen wo und wann Du willst!

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Helge Straube
Helge Straube

Seit Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema, wie Lernen wirklich funktioniert und denke dabei oftmals um zwei Ecken. Diese Erfahrungen und „Ecken“ möchte ich weitergeben.

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