Besser Lernen durch Meditation

„Ommmm“ und los!

Gehirnjogging mal anders

Gesundheit hat viele Facetten. Wir machen Sport und versuchen uns so gut es geht gesund zu ernähren – doch was ist mit unserem Geist? Wann verwöhnen wir den mal so richtig? Von Gehirnjogging hat wahrscheinlich jeder schon mal gehört, doch ob Sudoku oder Kreuzworträtsel, keine andere Methode hat der grauen Masse bisher so viele Vorteile gebracht wie das Meditieren. 

Still herumsitzen und nichts tun … so stellt man sich als Aussenstehende*r Meditation vor. Dabei geschieht so viel mehr! Was genau bei der Meditation geschieht und wie sie Dir beim Lernen behilflich sein kann, erfährst Du hier.

Was genau ist Meditation?

Das Wort Meditation stammt vom lateinischen “meditatio”, was soviel wie „zur Mitte ausrichten“ bedeutet. Es handelt sich bei der Meditation um einen Sammelbegriff für eine Vielzahl mentaler Verfahren, bei denen die eigenen Gedanken, Gefühle und Energieströme beobachtet und kontrolliert werden sollen. 

Mit anderen Worten heißt es, sich von den ganzen äußeren Einflüssen des Alltags zu befreien und durch das Meditieren die Welt so wahrzunehmen, wie sie ist. Dabei greifen die Meditationsmethoden auf die Aufmerksamkeit, Konzentration und Vorstellungskraft zurück.

Du willst direkt loslegen und Deinem Geist etwas Gutes tun?

Vorteile von Meditation

Meditation ist mehr, als nur still sitzen und laut “ommmm” machen. Durch Meditation beginnen Deine beiden Gehirnhälften unwiderruflich besser zusammenzuarbeiten. Hört sich super an, oder? Und das ist nur einer von vielen Vorteilen, die das Meditieren mit sich bringt.

Ein weiterer Vorteil die Verkleinerung der Amygdala. Moment mal, verkleinert? Ist das wirklich gut? Definitiv! Denn die Amygdala ist die Region Deines Gehirns, die für die Emotion Angst zuständig ist. Verkleinert sich diese, vergrößert sich Deine Stressresistenz und Du wirst mutiger darin, Dinge anzugehen, vor denen Du zuvor großen Respekt hattest. 

Hingegen werden die Areale unterstützt, die für Gehirnfunktionen wie Achtsamkeit und die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen, verantwortlich sind. Bingo! Du erreichst mit Hilfe von Meditation also eine erhöhte Stressresistenz und stärkst zugleich Deine Konzentrationsfähigkeit

Meditation und Lernen

Das hört sich alles schon mal super an aber jetzt willst Du sicher endlich erfahren, wie sich das Ganze auf das Lernen auswirkt? Wir haben, die unserer Meinung nach, wichtigsten Punkte für Dich herausgepickt:

1. Meditation steigert die Aufmerksamkeit und die Fähigkeit sich zu fokussieren. Durch das Erhöhen Deiner Achtsamkeit nimmst Du Deine Umgebung stärker wahr. Du bist aufmerksamer und erinnerst Dich besser – so auch an den Lernstoff. Du lernst intensiver und transportierst das Gelernte zügiger von Deinem Kurz- in Dein Langzeitgedächtnis

2. Meditieren stärkt Deine Belastbarkeit sowie Stressressistenz.
Stress beim Lernen entsteht durch das Gefühl von Müssen und die Angst vor dem Versagen. Du bist innerlich unruhig und alles andere als ausgelastet. Durch Meditation verringert sich Deine Anfälligkeit für Stress enorm und auch Dein Körper kann sich viel leichter entspannen.

Da sich Stress auch oft in körperliche Beschwerden wandelt und viele unter Kopfschmerzen leiden, ist Meditieren ideal, um dem vorzubeugen – ohne Schmerzen lässt es sich auch viel leichter lernen!
Das Meditieren nimmt Dir den Druck und lässt Dich viel entspannter Deinen Lernstoff durchgehen. Probier’s aus!

3. Meditation macht Dich zu einem*r besseren Zuhörer*in.
Du verbesserst nicht nur Deine Aufmerksamkeitsspanne, sondern steigerst dadurch automatisch Deine Fähigkeit zuzuhören. In Bezug auf das Lernen heißt das, dass Du speziell bei auditiven Aufgaben klar im Vorteil bist.

Welche Meditationstechniken eignen sich am besten zum Lernen?

Es gibt viele unterschiedliche Meditationstechnicken, sodass für jeden etwas dabei ist. Wir stellen Dir hier drei einfache Möglichkeiten vor, in die Meditation einzusteigen. 

1. Bei der ersten Meditationsübung arbeitest Du mit deiner Atmung. Diese Übung kann schnell und unkompliziert in Deinen Alltag aufgenommen werden, wie z. B. während der Mittagspause. Du atmest dreimal über die Nase ein und über den Mund wieder aus. Zähle beim Einatmen bis vier und beim Ausatmen bis acht. Nach drei Atemzügen atmest Du nur noch über die Nase, und das für etwa fünf Minuten.

Durch die Konzentration auf Deine Atmung wirst Du nicht nur ruhiger, auch Dein Gehirn regeneriert sich und schöpft neue Energie. Schon nach wenigen Minuten kannst Du Dich wieder besser konzentrieren.

2. Wer kein Fan von stillem Sitzen ist, kann auch in Bewegung meditieren: Suche Dir dafür eine kurze Strecke, die Du gehen möchtest. Während dem laufen konzentrierst Du Dich ganz auf Deinen Körper und versuchst dabei jeden Muskel wahrzunehmen.

3. Achtsamkeit ist auch eine Möglichkeit der Meditation. Bei dieser Methode kommen alle fünf Sinne ins Spiel. Für jeweils 30 Sekunden konzentrierst Du Dich nacheinander aufs Sehen, Hören, Riechen, Tasten und anschließend aufs Schmecken. Wiederhole die Konzentration auf Deine Sinne dreimal.

Meditation beim Sprachenlernen

Du kennst das sicher: Du willst eine neue Sprache lernen und machst Dir den totalen Druck, dass alles auf Anhieb klappen muss. So sollte man nicht an das Lernen einer Fremdsprache herangehen! Mach Dich nicht verrückt, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Entspannung ist das Zauberwort. 

Willst Du z. B. Englisch lernen, ist es wichtig, mit kleinen Schritten zu beginnen und Ziele vor Augen zu haben. Es bringt Dir nichts, wenn schon am Anfang ein enormer Druck auf Dir lastet. So verlierst Du viel zu schnell an Motivation – und das willst Du schließlich nicht!

Wie schon gesagt: entspann Dich, lehn Dich zurück, überlege Dir, was Du erreichen willst bzw. was Deine Ziele sind und fange an an ihnen zu arbeiten. Nur wenn Du Dich wohlfühlst, macht auch Dein Kopf mit und lernt effektiv und gehirngerecht.

Meditieren und Lernen mit Jicki

In erster Linie basiert die Jicki Methode nicht auf dem Gedanken der Meditation. Der Fokus liegt jedoch ebenfalls auf Entspannung und garantiert stressfreies Lernen. Bei Jicki geht es nicht um ein perfektes Durcharbeiten jeder Lektion, sondern darum, Dir Deine Traumsprache vertrauter und sympathischer zu machen. Je mehr Freude Du an der Sprache entwickelst, desto mehr kannst Du aufnehmen und abspeichern. 

Lass Dich einfach von den Vokabeln und Geschichten berieseln und lerne die Sprache so ganz intuitiv. Du „duschst“ Dich in Deiner Wunschsprache, während sich durch die Musik und Deinen entspannten Zustand alle Deine Lernkanäle öffnen. Das in Kombination mit Meditation kann Dir beim Lernen enorm helfen, da Du Dich schneller entspannen und Deinen Fokus besser ausrichten kannst. 

Unsere Top-4 FAQs über Meditation beim Lernen

Wie kann während dem Lernen meditieren?

Mithilfe von Meditation kannst Du Dich in Arbeitspausen wieder sammeln und Arbeitsstress verringern. Wir haben für Dich 3 Tipps, die Du problemlos am Arbeitsplatz anwenden kannst. 

  • Atemübungen

Normalerweise funktioniert unsere Atmung ohne, dass wir darauf achten müssen. Bewusst darauf zu achten, kann Dir aber helfen, Dich zu entspannen. Mit der bewussten Nasenatmung bsw. wird Dein Körper mit viel Sauerstoff angereichert, entspannt sich und baut so Stress ab. Du atmest hierbei langsam durch eines der beiden Nasenlöcher ein und durch das andere wieder aus. Anschließend atmest Du durch das Nasenloch, durch das Du ausgeatmet hast wieder ein und umgekehrt wieder aus.

  • Stressabbau durch Musik

Dafür eignet sich besonders Musik mit Meditationsklängen oder klassische Musik. Mach es Dir bequem und konzentriere Dich, neben der Musik, auf Deinen Atem. Unsere Jicki Audio-Sprachkurse sind auch mit einer Entspannungsmusik hinterlegt. So lässt sich das Entspannen durch Meditation mit Sprachen lernen super einfach verbinden. 

  • Stressabbau durch Gehen

Für Dich ist das ganze Rumsitzen nichts, Meditation klingt jedoch interessant?

Nimm Dir eine kleine Auszeit und gehe ganz bewusst, einen kurzem Weg auf und ab. Trete mit Deiner ganzen Fußsohle auf den Boden auf und spüre wie Deine Muskulatur beansprucht wird, während Du Fuß vor Fuß setzt. Durch das Gehen und die Bewegung kommst Du auf andere Gedanken und kannst Dich anschließend wieder besser konzentrieren. Das hilft beim Stressabbau und macht Dich anschließend auch noch produktiver.

Welche Entspannungsübungen kann ich beim Lernen anwenden?

Wenn Dein Körper während der Arbeit anfängt weh zu tun, ob Rückenschmerzen, Verspannungen im Nacken oder gereizte Augen, ist das ein Signal dafür, eine Pause einzulegen und bestenfalls ein paar Entspannungsübungen zu machen. Viele Stunden vor dem Bildschirm können zu Kopfschmerzen und Verkrampfungen an den Händen führen. Mit bestimmten Techniken zum Entspannen kannst Du dem entgegenwirken.

1. Es kann Dir helfen, die Hände aneinander zu reiben, bis sie warm werden und dann die warmen Hände sanft auf die geschlossenen Augen zu legen. Das kannst Du beliebig oft wiederholen und die kurze Entspannungspause genießen. 

2. Wenn der Rücken Probleme macht, kann der kurzfristige Wechsel von “Katzenbuckel” zu Hohlkreuz Abhilfe verschaffen. Dafür einfach den Rücken bewusst zum Buckel formen und anschließend ins Hohlkreuz drücken. 

3. Bei einem verkrampften Nacken einfach den Kopf von der linken Schulter, kreisförmig über die Brust zur rechten Schulter bewegen und wieder zurück. Wiederhole diese Übung ebenfalls mehrere Male.

Wenn Du aber z. B. im Stau stehst, im Wartezimmer sitzt oder einfach genervt nach Hause kommst, ist folgende Entspannungstechnik genau das Richtige für Dich: 

Im Alltagsstress können nämlich die Sprachduschen von Jicki eine schöne Ablenkung sein. Die Spanisch Lektionen bringen Dich für kurze Zeit nach Spanien an den Strand, die Französisch Sprachdusche bringt Dich nach Paris ins Café und beim Griechisch lernen siehst du gedanklich die Akropolis vor Dir. 

Was ist autogenes Training?

Autogenes Training ist ein Entspannungsverfahren. Hierbei konzentrierst Du Dich bewusst auf Deinen eigenen Körper: achtest auf Deinen Atem, wie er in Deinen Körper ein- und ausfließt, nimmst Deine Umgebung deutlich wahr, hörst auf alle Geräusche oder die Stille um Dich herum und versuchst ganz in Dich zu gehen. 

Diese bewusste Konzentration führt zu einer intensiven Körperwahrnehmung und zu tiefer inneren Entspannung, Ruhe und Ausgeglichenheit.

Ich lasse mich viel zu leicht ablenken. Was kann ich dagegen tun?

Passiert es Dir auch, dass Du lernen möchtest, Du aber ständig von Deiner Umgebung abgelenkt wirst? Hier findest Du eine Fünf-Punkte-Liste, wie Du Dich dem lernen widmen kannst ohne abgelenkt zu werden:

1. Schreibe Dir Deine (Teil-)Ziele auf: Ohne klare Ziele bist Du sehr anfällig für jegliche Art von Ablenkung. Du weißt nicht, wohin Du möchtest und kannst Deinen Fokus nicht richtig setzen. Unser Tipp: schreibe Dir vor jeder Deiner Lerneinheiten Dein genaues Ziel auf. Also Was Du lernen möchtest und Wie Du es erreichen willst.

2. Bereite Dich inhaltlich vor: Damit Du beim Lernen nicht erst alles recherchieren musst, lohnt es sich die Recherchearbeiten vor der Lerneinheit zu erledigen. Das Recherchieren kann nämlich sehr ablenkend werden.

3. Schaffe Ordnung an Deinem Arbeitsplatz: Dieser Punkt ist mindestens genauso wichtig, wie das richtige Licht und die passenden Lernutensilien. Sorge dafür, dass Deine Arbeitsfläche sauber und aufgeräumt ist, sodass Du Dich auf das Wesentliche konzentrieren kannst, nämlich das Lernen. Alle Deine Lernutensilien sollten selbstverständlich an Deinem Lernplatz griffbereit sein.

4. Schalte alle digitalen und sozialen Medien aus: Soziale Medien sind große Ablenkungen beim Lernen. Das Internet lockt Dich mit Spielen, Bildern, Videos und vielem mehr. Der einfachste Weg, um diese Störquellen zu blocken, ist es sie während Deines Lernzeitraumes zu meiden.

5. Vergiss’ die Pausen nicht: Wenn Du zu lange arbeitest, ohne eine Pause einzulegen, wird Deine Konzentration irgendwann schwächer und Du kommst in ein Leistungstief. Arbeitest Du jedoch mit regelmäßigen Pausen, kannst Du Deine Konzentration aufrecht erhalten. Ohne Pause kein Lernerfolg!

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Helge Straube
Helge Straube

Seit Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema, wie Lernen wirklich funktioniert und denke dabei oftmals um zwei Ecken. Diese Erfahrungen und „Ecken“ möchte ich weitergeben.