Auswandern

Vor- und Nachteile des Lebens im Ausland

Goodbye Deutschland!

Deutschland den Rücken kehren und einige Zeit oder sogar für den Rest Deines Leben in einem anderen Land wohnen – einigen Menschen jagt dieser Gedanke eine gehörige Angst ein. Für andere klingt er nach einem absoluten Wunschtraum.

Doch wie immer im Leben, gibt es auch beim Auswandern zwei Seiten der Medaille. Welche also sind gute Gründe für den Umzug ins Ausland – und was spricht dagegen? Wir verraten es Dir!

Inhaltsverzeichnis
  1. Vorteile
  2. Nachteile
  3. Fazit
  4. FAQ

Auswandern liegt im Trend!

Unabhängig davon, ob Du schon länger mit dem Gedanken ans Auswandern spielst oder das für Dich bislang kein Thema war: Es gibt durchaus gute Argumente, welche dafür sprechen, dass Du ins Ausland ziehst – zumindest für einige Zeit. Kein Wunder also, dass immer mehr Deutsche Jahr für Jahr das Land verlassen. Laut einer Studie vom Statista Research Department verlegten in den Jahren 2016 und 2017 jeweils mehr als eine Million Menschen ihren Wohnsitz ins Ausland.

Mehr als 900.000 waren es in den Jahren zuvor und immerhin schon rund 700.000 im Jahr 2004. Alles in allem ist also – trotz jährlicher Schwankungen – eine zunehmende Tendenz erkenntlich. Unzufriedenheit mit der Politik oder die Hoffnung auf ein besseres Leben im Ausland sind dabei häufige Gründe.

Viele Menschen möchten aber gar nicht in erster Linie weg aus Deutschland, sondern eben „hin“ in die neue Heimat (auf Zeit). Die schönen Strände vor Ort, ein einmaliges Jobangebot oder die große Liebe ziehen sie in die weite Ferne. Und zuletzt gibt es auch objektive Gründe, welche dafür sprechen, dass Du für einige Monate, Jahre oder sogar für immer ins Ausland ziehen solltest.

Gute Gründe für das Auswandern (auf Zeit)

Welche der folgenden Gründe für Dich relevant sind, ist natürlich stets von Deiner individuellen Situation abhängig. Gewiss ist aber auch für Dich das eine oder andere Argument dabei, weshalb das Auswandern eine tolle Idee ist, welche Du endlich in die Tat umsetzen solltest.

Lebenslauf aufbessern

Als zwei- oder mehrsprachiger Mitarbeiter hast Du also im Job beste Karten – das gilt sowohl für Deine eventuelle Rückkehr nach Deutschland als auch für Deine Arbeit im Land Deiner Wahl. Vielerorts sind deutsche Muttersprachler schließlich händeringend gesucht, um beispielsweise Firmenkunden aus Deutschland zu betreuen oder ähnlichen Tätigkeiten nachzugehen, bei denen Du Deine Sprachkenntnisse ausspielen kannst.

Aber nicht nur die bereits erwähnten Fremdsprachenkenntnisse sind ein großes Plus für Deine Karriere, sondern auch der Auslandsaufenthalt an sich. Für viele Arbeitgeber ist es mittlerweile schon beinahe ein ungeschriebenes Gesetz, dass im Lebenslauf mindestens ein Auslandsaufenthalt erkenntlich sein sollte.

Allein deshalb gehen viele junge Deutsche während der Schulzeit, nach dem Abschluss oder im Laufe des Studiums für einige Monate ins Ausland. Solltest Du also nicht dauerhaft auswandern wollen, ist der Aufenthalt in einem anderen Land zumindest für einige Zeit sinnvoll.

Lebenserfahrungen sammeln

Warum viele Arbeitgeber jene Bewerber bevorzugen, die einen Auslandsaufenthalt hinter sich haben? Das ist eine gute Frage! Und hier folgt die Antwort: Das Auswandern ist eine Herausforderung – organisatorisch, finanziell und vor allem persönlich. Wer diese gemeistert und einige Zeit im Ausland verbracht hat, ist dadurch in der Regel als Persönlichkeit gereift.

Durch das zeitweise oder dauerhafte Auswandern kannst Du also Selbstbewusstsein schöpfen. Du lernst, Dich in fremder Umgebung zurechtzufinden. Du lernst, auf Menschen zuzugehen. Du lernst, Dein Glück selbst in die Hand zu nehmen. Du lernst einfach eine Menge. Viele dieser Lektionen sind nicht nur wichtig für ein erfolgreiches Berufsleben, sondern werden auch Dein Privatleben zukünftig merklich verbessern.

Egal, ob Du also eines Tages zurückkehrst oder nicht: Überhaupt den Mut zu fassen und den Schritt des Auswanderns zu wagen, ist eine wertvolle Lebenserfahrung für Dich!

Jobangebot annehmen

Um beim Thema Job zu bleiben, kann auch das Ausland selbst der nächste sinnvolle Schritt in Deiner Karriere sein. Die Arbeitswelt ist mittlerweile schließlich international vernetzt und dementsprechend wird die Wahrscheinlichkeit immer größer, dass Du ein attraktives Jobangebot im Ausland erhältst. In einem solchen Fall solltest Du Dich nicht durch die Angst vor dem Ungewissen abhalten lassen.

Denn Angst ist bekanntlich kein guter Ratgeber! Ob Du dieses Jobangebot annehmen möchtest oder nicht, solltest Du also anhand anderer Faktoren entscheiden. Zudem will ein solcher Schritt natürlich gut überlegt und eventuell mit Deiner Familie abgesprochen sein. Doch bedenke, dass es sich um eine einmalige Gelegenheit in Deinem Leben handeln kann.

Fremdsprachen lernen

Der erste Grund liegt auf der Hand: Wenn Du ins Ausland ziehst – abgesehen vom deutschsprachigen Ausland wie Österreich oder der Schweiz – musst Du eine neue Sprache lernen. Besitzt Du bereits Sprachkenntnisse, wirst Du diese vor Ort in Rekordzeit verbessern können. Wenn Du Dich ein wenig anstrengst, wirst Du die neue Sprache also schon nach wenigen Monaten fließend sprechen.

Und auch, wenn Du von Null anfängst, geht das Lernen neuer Sprachen im Ausland schneller und einfacher als irgendwo sonst. Wieso Du die heimische Sprache lernen solltest? Einerseits macht das einfach Spaß. Andererseits hilft sie Dir bei der Integration. Je schneller Du mit den Einheimischen kommunizieren kannst, umso schneller wirst Du Dich im Ausland zu Hause fühlen und Freundschaften knüpfen.

Auch im Job bringt Dir eine Fremdsprache bekanntlich viele Vorteile. Solltest Du also eines Tages nach Deutschland zurückkehren, machen sich die Fremdsprachen im Lebenslauf gut und können ein entscheidender Vorteil bei Bewerbungsprozessen sein. Zurück in Deutschland, ist die Fremdsprache also ein Turbo für Deine Karriere.

Diese sind nur einige von vielen Gründen, weshalb das Lernen einer Fremdsprache Dein Leben bereichert. Sie an dieser Stelle in Gänze aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Denn wie Du bereits weißt, gibt es über 700 verschiedene Gründe für das Sprachenlernen.

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Familie zusammenführen

Apropos Familie: Damit ist ein weiteres wichtiges Stichwort gefallen. Denn wo die Liebe hinfällt, kann bekanntlich niemand beeinflussen und so kann es natürlich passieren, dass Du Dich in einen Mann beziehungsweise eine Frau aus dem Ausland verliebst.

Eine Fernbeziehung oder sogar Fernehe ist auf Dauer aber sehr anstrengend, teuer und auch schlichtweg nicht das, was sich die meisten Menschen von der Liebe wünschen. Irgendwann wirst Du also mit großer Wahrscheinlichkeit vor der Frage stehen, wie die Beziehung langfristig weitergeführt werden soll. Dabei bleiben Dir eigentlich nur vier Möglichkeiten:

1. Überhaupt nicht.
2. So wie bisher als Fernbeziehung/Fernehe.
3. Er/Sie zieht zu Dir oder
4. Du ziehst zu ihm/ihr.

Zudem kann es natürlich noch andere Formen der Familienzusammenführung geben: Mit den Eltern beispielsweise oder den Kindern. Wann immer es Dich also aus familiären Gründen ins Ausland zieht, solltest Du über das Auswandern ernsthaft nachdenken.

Dabei gilt es aber auch zu berücksichtigen, ob Du das überhaupt möchtest und vor Ort glücklich leben kannst. Nur der Familie zuliebe auszuwandern, obwohl Du Dich innerlich dagegen sträubst und im Ausland unglücklich bist, macht also nur wenig Sinn.

Finanzielle Vorteile

Viele Menschen verlegen übrigens auch aus finanziellen Gründen ihren Wohnsitz ins Ausland. Denn die Steuersätze in Deutschland sind im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hoch. Betroffen sind also vor allem Besserverdiener oder Menschen mit hohen Ersparnissen.

Sie müssen hierzulande viel von ihrem Geld an den Staat abdrücken und immer mehr Banken führen jetzt für Privatanleger mit mehr als 100.000 beziehungsweise 500.000 Euro auf dem Konto sogenannte Strafzinsen ein. In Kombination mit der Inflationsrate entsteht so ein beachtlicher Kaufkraftverlust.

Das Auswandern kann also auch sinnvoll sein, um die eigenen Ersparnisse sozusagen in Sicherheit zu bringen oder generell weniger Steuern zahlen zu müssen. Geringverdiener wandern zudem immer häufiger aufgrund der steigenden Lebenshaltungskosten in Deutschland aus.

So werden bekanntlich die Mieten immer teurer und der Traum vom Eigenheim rückt in unerreichbare Ferne. Sowohl für Menschen mit wenig als auch für jene mit viel Geld kann das Auswandern also aus finanziellen Gründen sinnvoll sein.

Es sind vor allem Rentner, Menschen mit extrem hohem Einkommen sowie Selbstständige, welche sich für das Auswandern aus (rein) finanziellen Gründen entscheiden. Denn sie haben einerseits die Freiheit, einfach das Land zu verlassen, da sie nicht auf einen Job angewiesen sind – beziehungsweise überall arbeiten können.

Andererseits profitieren sie von den steuerlichen sowie weiteren finanziellen Vorteilen am meisten. Beliebte Länder sind zum Beispiel die Schweiz, wo allerdings die Lebenshaltungskosten deutlich höher sind als in Deutschland, aber auch die Bahamas, Monaco, Mauritius oder die Cayman Islands.

Niedrige Lebenshaltungskosten herrschen zum Beispiel in Thailand, Indonesien oder dem allseits beliebten Mallorca – die Lieblingsinsel der Deutschen. In jedem Fall hängen die Lebenshaltungskosten aber natürlich vom eigenen Lebensstandard ab. Auch eine Villa in Thailand ist also nicht geschenkt, zumal Ausländer dort sowie in vielen weiteren Ländern nicht ohne Weiteres einwandern, Immobilien kaufen oder arbeiten dürfen…

Welche Nachteile bringt das Auswandern mit sich?

Dieses Beispiel macht deutlich, dass das Auswandern auf den zweiten Blick gar nicht so einfach ist, wie viele Menschen sich das vorstellen. Wenn der Gedanke für Dich auf den ersten Blick also verlockend klingt, solltest Du Dich auch über die andere Seite der Medaille informieren. Welche Kehrseite bringt also das Leben im Ausland mit sich?

Organisatorische Hürden

Wie soeben erwähnt, ist der Umzug ins Ausland gar nicht immer so einfach. Ebenso wie in Deutschland, gibt es auch in vielen anderen Ländern strenge Beschränkungen, wenn es um die Einwanderung geht.

Mit einem deutschen Reisepass und einem gut gefüllten Bankkonto hast Du zwar in zahlreichen Ländern bereits einen nennenswerten Vorteil. Dennoch musst Du dich vorab gut darüber informieren, wo Du einwandern kannst und unter welchen Voraussetzungen.

Manchmal brauchst Du vor Ort einen Job oder musst familiäre Beziehungen nachweisen. In die USA kommst Du beispielsweise mit der berühmten „Green Card“ und in Thailand darfst Du kein Grundstück unter Deinem Namen kaufen.

Du siehst: Möchtest Du wirklich dauerhaft auswandern, sodass ein normales Visum nicht mehr ausreicht, warten dabei zahlreiche organisatorische Hürden auf Dich. Einfacher ist es innerhalb von Europa. Als europäischer Staatsbürger darfst Du hier nämlich in jedem Land des Binnenmarktes leben und arbeiten.

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Weitere Hindernisse

Das bedeutet aber nicht, dass das Auswandern innerhalb von Europa ein Kinderspiel ist. Auch hier warten schließlich weitere Hindernisse, welche Dir den Start im neuen Land nicht immer einfach machen. Häufig wird eine andere Sprache gesprochen, hinzu kommen eine andere Kultur – ja, sogar in Österreich und der Schweiz – sowie Unterschiede bei rechtlichen Gegebenheiten.

Du musst Dich also erst einmal ganz neu zurechtfinden. Das gilt sozial, im Job, bei Rechtsfragen und vielen weiteren Angelegenheiten. Das soll Dich nicht abschrecken, denn solche Hürden lassen sich durchaus überwinden. Doch Dir sollte eben bewusst sein, dass das Auswandern eine Herausforderung ist.

Du wirst gewiss an Deine Grenzen kommen und an Deiner Entscheidung zweifeln. Eventuell brichst Du das Vorhaben sogar ab und kehrst zurück. Das muss nicht unbedingt falsch sein, denn auch das Scheitern ist beim Auswandern stets eine Option. Doch vor allem wirst Du – wie bereits erwähnt – an dieser Erfahrung wachsen.

Freundschaften verlieren

Beim Auswandern ist das Schwert oft zweischneidig, wie dieses Beispiel beweist. Bei einem Umzug, sei er im In- oder Ausland, triffst Du schließlich neue Menschen und hast somit auch die Chance auf neue Freundschaften.

Doch wahre Freundschaft muss sich erst entwickeln. Das braucht Zeit. Zeit, welche Du mit Deinen bisherigen Freunden bereits verbracht hast. Ihr seid vielleicht zusammen aufgewachsen, habt Höhen und Tiefen gemeinsam erlebt, in einer WG gewohnt, und, und, und…

Wenn Du auswanderst, ist das Risiko hoch, dass diese wertvollen Freundschaften, welche über viele Jahre gewachsen sind, verloren gehen. Das liegt zur Hälfte an Dir und wie sehr Du Dich um den Kontakt bemühst. Doch zur anderen Hälfte eben auch an Deinen Freunden und für viele Menschen gilt dabei das Motto: „Aus den Augen, aus dem Sinn!“.

Und auch, wenn der Wille zum Bewahren der Freundschaft da ist, macht die Entfernung das schwierig. Man sieht sich nur noch selten, gemeinsame Erlebnisse werden weniger, man lebt sich vielleicht auseinander. Das ist kein Muss, aber in vielen Fällen ist das Auswandern leider auch das Ende einiger oder sogar aller bisheriger Freundschaften.

Einsamkeit erleben

Dieser ist zugleich einer der Gründe, weshalb viele Menschen sich nach dem Auswandern erst einmal einsam fühlen. Bist Du alleine unterwegs, passiert das natürlich schneller als beim Umzug mit der Familie, der Partnerin, den Eltern oder Freunden. Entscheidest Du Dich also dafür, alleine den zeitweisen oder dauerhaften Neuanfang im Ausland zu wagen, musst Du Dich auf Einsamkeit gefasst machen.

Vor allem, wenn Du die Sprache noch nicht (ausreichend) beherrschst, wirst Du Dich zu Beginn an den Wochenenden alleine zurechtfinden müssen und der Taxifahrer sorgt vielleicht für Dein einziges Gespräch des Tages.

Doch keine Sorge: Je mehr Du Dich bemühst, um Dich zu integrieren, desto schneller wird das funktionieren. Das Erlernen der Fremdsprache ist dabei ein wichtiger Schritt. Soziale Kontakte kannst Du zudem im Job oder bei einem Hobby knüpfen. Lass Dich also davon nicht einschüchtern, sondern geh aus dem Haus und offen auf andere Menschen zu. Dennoch: Wie bereits erwähnt, brauchen wahre Freundschaften Zeit. Zu Beginn kann das Auswandern daher eine schwierige, weil einsame Phase werden.

Geld investieren

Viele Auswanderer machen zudem den Fehler, die Kosten ihres Vorhabens zu unterschätzen. Natürlich gibt es auch Menschen, welche aus finanziellen Gründen ihren Wohnort verlegen – wie bereits geschildert. Doch für die meisten Personen kostet der Umzug ins Ausland Geld und spart kein solches. Nicht immer findest Du direkt einen Job und selbst wenn, so musst Du die Spedition bezahlen oder vor Ort Deine Wohnung komplett neu einrichten.

Eventuell brauchst Du ein Auto. Du musst vielleicht eine Kaution für Deine Bleibe bezahlen und die Behördengänge für die Ummeldung & Co. kosten natürlich auch. Dann wären da noch die Reisekosten selbst, beispielsweise für den Flug.

Die Liste der möglichen Ausgaben ist groß und Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. Es ist daher wichtig, dass Du bezüglich der Kosten für das Auswandern realistisch bleibst, ansonsten bedeutet das Ende Deiner Ersparnisse unter Umständen auch das Ende Deiner Auslandspläne.

Es handelt sich also um eine durchaus beachtliche finanzielle Investition. In einigen Ländern sind die Ausgaben schnell wieder auf dem Konto, durch günstigere Lebenshaltungskosten, einen besser bezahlten Job, geringere Steuersätze oder so ähnlich. In vielen anderen Fällen kostet das Auswandern unterm Strich aber Geld – und oftmals nicht gerade wenig.

Fazit: Auswandern – ja oder nein?

Es gibt also viele Gründe, welche gegen das Leben im Ausland sprechen. Schlussendlich handelt es sich dabei aber um Hindernisse, die Du überwinden kannst. Lass Dich also davon nicht abschrecken, aber geh mit Vernunft sowie einer handfesten Planung an die Sache. Es wird sich lohnen!

Denn alles in allem, ist das Leben im Ausland eine einzigartige Erfahrung, die jeder Mensch mal machen sollte. Du lernst neue Kulturen kennen, knüpft Freundschaften, verbesserst Deine Fremdsprachenkenntnisse, verleihst Deiner Karriere neuen Schwung und vor allem: Du erlebst etwas Neues sowie Aufregendes.

Jeden Morgen mit Blick auf den Sandstrand und das Meer aufzuwachen – so oder so ähnlich sieht der Traum vieler Menschen aus. Wieso also solltest Du nicht versuchen, diesen Traum zu verwirklichen?!

Manche bleiben dann tatsächlich für immer. Andere merken, dass dieses Leben doch nicht so traumhaft ist wie gedacht. Das Auswandern muss also keine endgültige Entscheidung sein. Du kannst jederzeit zurückkehren. Wenn Du Dir also noch unsicher bist, geh doch erst einmal für einige Monate ins Ausland. So kannst Du „auf Probe“ auswandern und Dir zu Hause alle Türen offenhalten. Auf jeden Fall wirst Du Dich dadurch als Persönlichkeit weiterentwickeln und Geschichten mitbringen, welche Du eines Tages noch Deinen Enkelkindern erzählst.

Vielleicht gefällt es Dir im Ausland am Ende doch so gut, dass Du für immer bleibst. Vielleicht auch nicht! Es gibt aber in jedem Fall viele Gründe und mindestens ebenso viele Möglichkeiten zum Auswandern. Das bedeutet andererseits jedoch nicht, dass Du nicht auch in Deutschland ein glückliches und erfülltes Leben führen kannst. Letzten Endes musst Du diese Entscheidung also selbst treffen…

Fragen und Antworten zum Thema Auswandern

❓ Wo gebe ich meine Sprachkenntnisse im Lebenslauf an?

Dein Lebenslauf sollte die wichtigsten Informationen über Deine Person beinhalten, die für die Stelle, auf die Du Dich bewirbst, relevant sind. Dazu gehören Deine persönlichen Daten wie Dein voller Name, Deine Anschrift, Dein Geburtstag und Geburtsort, sowie Dein Familienstand. Eine aktuelle Telefon- oder Handynummer und eine E-Mail Adresse für Rückmeldungen solltest Du auf keinen Fall vergessen!

Auf der ersten Seite Deines Lebenslaufs gibst Du Deinen beruflichen Werdegang und Deine schulische Ausbildung an. Auf der zweiten Seite folgen die Weiterbildungen und andere Qualifikationen oder Fähigkeiten. Und genau da finden sich auch Deine Sprachkenntnisse wieder. Unter der Rubrik Weitere Qualifikationen hast Du die Möglichkeit bspw. Deine EDV-Kenntnisse und vor allem Deine Sprachkenntnisse anzugeben. Das solltest Du auch unbedingt nutzen!

Nur Sprachen aufzulisten, reicht hier nicht. Wenn Du nur “Englisch” angibst, kann Dein möglicher Arbeitgeber eher wenig damit anfangen. Deshalb gibt es eine typische Skala mit der Du Dein Kompetenzniveau angeben kannst:

Grundkenntnisse hast Du, wenn Du alltägliche Worte beherrschst. Du kannst dich vorstellen, nach dem Weg fragen und auch langsamen und einfachen Gesprächen folgen.

Gute Sprachkenntnisse hast Du, wenn Telefonate und Unterhaltungen kein Problem für Dich sind. Schriftlich bist Du aber nicht so fit.

Hast Du sehr gute Sprachkenntnisse , kannst Du dich ohne Schwierigkeiten zu komplexen Themen äußern. Gespräche und Diskussionen, auch mit Muttersprachlern, führst Du problemlos.

Die vorletzte Stufe auf der Skala heißt Verhandlungssicher in Wort und Schrift . Das bedeutet, dass Du die Italienische Sprache in allen Situationen anwenden kannst. Im privaten sowie im beruflichen Leben äußerst du dich sicher und intuitiv.

Die letzte Einstufung ist das muttersprachliche Niveau und ist denen vorbehalten, die tatsächlich Muttersprachler sind. Bist Du also mit einer weiteren Sprache aufgewachsen, darfst Du Dich in Deinem Lebenslauf als Muttersprachler bezeichnen. Du kannst Informationen verstehen, wiedergeben und dich auch spontan zu Themen äußern ohne, dass Dir Vokabeln fehlen. Du verfügst über exzellente Sprachkenntnisse.

💡 Ab wann habe ich Grundkenntnisse in einer Sprache?

Deine Sprachkenntnisse , kannst Du getrost als Grundkenntnisse bezeichnen, wenn Du:

  • alltägliche Worte beherrschst,
  • Dich vorstellen kannst,
  • nach dem Weg fragen kannst und
  • Du einfachen und langsamen Gesprächen, zumindest teilweise, folgen kannst.
📩 Was muss ich beachten, wenn ich eine Bewerbung auf Englisch schreibe?

Zuerst solltest Du Dich mit der allgemeinen Struktur einer englischen Bewerbung vertraut machen. Diese unterscheidet sich von einer deutschen Bewerbung. Bei Bewerbungen auf Englisch wird zwischen britischem und amerikanischem Englisch unterschieden. Auch die Anforderungen unterscheiden sich im englischsprachigen Raum je nach Land. Bevor Du mit dem Schreiben beginnst, solltest Du die wichtigsten Formulierungen kennen.

Das Anschreiben wird im Englischen als Cover Letter bezeichnet und der Lebenslauf Curriculum Vitae oder Resume . Inhaltlich unterscheiden sich die beiden nicht sehr von der deutschen Variante. Beim Resume solltest Du aber darauf achten, dass bei Bewerbungen im Englischen, aufgrund von Antidiskriminierungsgesetzen, der Familienstand nicht angegeben und auch kein Bewerbungsfoto beigefügt wird. Dein Lebenslauf sollte wie im Deutschen auch Deine Personal Details, Professional/ Work experience (beruflicher Werdegang), Education (schulische Ausbildung), Skills und gegebenenfalls Activities/ Personal interests (Hobbys) beinhalten . Was Du nun aber zusätzlich in Deiner Bewerbung auf Englisch angeben solltest, sind References . In der Regel reicht die Angabe der Kontaktdaten Deiner Referenzgeber. Das können z. B. Chefs und Vorgesetzte oder Professoren und Mentoren sein. Ein Referenzschreiben in dem Deine persönlichen Stärken betont werden ist nicht zwingend, kann aber einen guten Eindruck hinterlassen.

Bevor Du Deine Bewerbung auf Englisch versendest, solltest Du noch auf zwei Dinge achten: Das Datum wird im britischen Englisch genauso geschrieben wie im Deutschen. Im amerikanischen Englisch werden jedoch Tag und Monat umgekehrt. Um also den 19. Februar 2020 anzugeben, würdest Du im amerikanischen Englisch entweder 02.19.2020 oder February 19, 2020 schreiben. Auch die Anrede unterscheidet sich etwas. Nach der Anrede wird im Englischen kein Komma gesetzt und der folgende (erste Satz) wird mit einem Großbuchstaben begonnen.

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Helge Straube
Helge Straube

Seit Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema, wie Lernen wirklich funktioniert und denke dabei oftmals um zwei Ecken. Diese Erfahrungen und „Ecken“ möchte ich weitergeben.