5 gute Lernmethoden zum schnelleren Lernen

Veraltetes Schulsystem vs. moderne Technologien

Obwohl Du in anderen Bereichen Deines Lebens moderne Technologien benutzt, verwendest Du, wenn es um das Lernen geht, wahrscheinlich noch viele Lernmethoden aus dem letzten Jahrhundert.

Je mehr ich mich mit Lerntechniken beschäftigt habe, umso mehr habe ich gemerkt, dass das Lernen in der Schule oder anderswo meistens sehr unproduktiv oder sogar schädlich ist. Viele der Annahmen, die wir über diese Lernmethoden haben, stammen noch aus der Sklavenzeit und sind inzwischen wissenschaftlich überholt. Durch diese wirkungslose Lernmethoden verlieren viele die Begeisterung für das Lernen, da sie gelernt haben nur des “Lernens” willens zu lernen und nicht um etwas Sinnvolles bewirken zu können. Dabei ist das Gefühl, das der Lernstoff einem persönlich sinnvoll vorkommt enorm wichtig, damit er überhaupt im Langzeitgedächtnis bleibt.

Als ich angefangen habe die folgenden Lernmethoden anzuwenden hat das Lernen und Arbeiten wieder viel mehr Spaß gemacht. Ich hoffe, sie können Dir auch weiterhelfen.

Am Ende des Artikel stelle ich dir eine gute Lernmethode vor, die dir sogar erlaubt dich auszuruhen und zur gleichen Zeit neue Sprachen zu lernen.

Welche Lerntechnik wird wohl als effektivste Methode bezeichnet und bringt bis zu 9 mal besseren Lernerfolgen?

1. Lernmethode: Selbst zum Lehrer werden und andere unterrichten

Ist es nicht unglaublich, dass man mit dieser Lernmethode in einer Stunde so viel lernen kann, wie jemand, der einen ganzen Arbeitstag das gleiche lernt?

Wie kann es sein, dass diese Lernmethode so gut ist?

Jemand anderem das Gelernte beizubringen ist eine so gute Lernmethode, weil es einen motiviert alles genau zu verstehen und einem die Lücken aufzeigt, die man noch in dem Wissensgebiet hat. Wenn Du über ein Thema daher stotterst oder zu öft “Ähm…” sagst dann ist klar, dass Du einen Aspekt selber noch nicht ganz verstanden hast.

Wenn man unterrichtet ist es wichtig, das Konzept in einfachen Worten wiederzugeben, die der andere versteht. Das kann man jedoch nur, wenn man das Thema wirklich durchdrungen hat. Diese Lernmethode ist also ein perfekter Weg sich zu testen und das Gelernte zu vertiefen. Wenn Du das nächste Mal etwas lernst probiere die Lernmethode einfach mal aus. Du wirst sehen, dass es nicht so einfach ist. Aber genau das macht diese gute Lernmethode so unheimlich effektiv.

Tipp: Wenn Du niemanden in der Nähe hast, dem Du von Deinen neuen Erkenntnissen erzählen kannst, kannst Du es auch einfach aufschreiben und so formulieren als würdest Du einem Freund schreiben. So kannst du die Lernmethode also immer und überall verwenden.

2. Lernmethode: Bewegung steigert die Konzentrationsfähigkeit

Helge, der Gründer von Jicki, hat mir auch eine tolle Lernmethode beigebracht. Er sagt öfters zu uns: “Wenn Du Dich nicht mehr konzentrieren kannst, lauf einfach eine Runde um den Block”. Und es funktioniert wirklich, ich habe es schon oft ausprobiert.

Wenn wir uns bewegen, regt das die Durchblutung des Körpers an, so wird es einfacher sich zu konzentrieren, weil die nötigen Nährstoffe besser an das Gehirn geliefert werden.

Bewegung beim Lernen hilft außerdem dabei, das Gelernte schneller abzuspeichern und es führt dazu, dass Du leichter und schneller lernen kannst.

3. Motivation als gute Lernmethode

Gibt es so etwas wie eine Superkraft, die einem hilft alles mit mehr Leichtigkeit und schneller zu lernen? Ja es gibt sie.

Sie heißt Begeisterung. Vielleicht ist es nicht ganz offensichtlich wie Begeisterung eine gute Lernmethode sein kann, aber ich werde dir zeigen wie ich eine Lernmethode daraus entwickelt habe.

Gerald Hüther, ein bekannter Neurobiologe, hat herausgefunden, dass effektives Lernen nur passieren kann, wenn man eine Begeisterung für das Thema empfindet. Er nennt Begeisterung auch den “Super-Dünger” fürs Gehirn.

Wie kann man die Begeisterung in sich wecken?

Erstmal kann man sich natürlich nicht dazu zwingen begeistert zu sein (Sei begeistert!!!). Man kann jedoch darüber nachdenken, warum das Thema begeisterungswürdig ist oder sich von anderen anstecken lassen, die Begeisterung für das Thema haben. Die Steuererklärung ist zum Beispiel etwas wofür viele nicht so viel Begeisterung empfinden. Ein Freund von mir liebt es jedoch Steuererklärungen zu machen und das hat sich auch positiv auf mich ausgewirkt.

Man kann sich für so ziemlich alles begeistern, wenn man erst einmal den Nutzen darin sieht.

Wenn ich anfange ein neues Themengebiet zu lernen, versuche ich immer zuerst mich für das Thema zu begeistern, weil ich weiß, dass das Lernen dadurch dann viel einfacher wird. Das gelingt mir zum Beispiel indem ich Interviews von Experten, die eine gewisse Begeisterung für das Thema ausstrahlen, auf Youtube anschauen. Danach fällt es mir oft viel einfacher einen Draht zu dem Thema zu haben und die gleiche Begeisterung zu empfinden.

Saint-Exupery kennt diese Lernmethode schon seit langem und sagte:

„Willst Du ein Schiff bauen, rufe nicht die Menschen zusammen um Pläne zu machen, die Arbeit zu verteilen, Werkzeug zu holen und Holz zu schlagen, sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem großen, endlosen Meer.“

Wenn Du das nächste Mal etwas lernst wofür Du nicht viel Begeisterung empfindest, probiere diese Lernmethode aus. Siehe ob Du jemanden finden kannst der von dem Thema begeistert ist. Du wirst merken, dass das Lernen danach viel einfacher und schneller voran geht.

4. Lernmethode: Was Du noch nicht über Pausen wusstest

Bestimmt hat jeder schon mal so eine Pause gemacht, bei der man sich danach genauso müde fühlt wie zuvor. Jedoch gibt es auch Pausen nach denen man sich erfrischt fühlt. Diese Pausen führen dann auch dazu, dass man wieder besser und leichter lernen kann. Warum eine richtige Pause machen eine der besten Lernmethoden überhaupt ist, erzählen wir euch im nächsten Absatz.

Was macht eine schlechte Pause aus?

Gehirn und Körper können sich nicht erholen, wenn sich die Pausenaktivität nicht von der Lernaktivität unterscheidet, sondern sie laufen einfach weiter.

Zum Beispiel:

Du lernst gerade ein neues Computerprogramm, dass Du beherrschen möchtest. Um eine Pause vom Lernen zu machen, gehst Du auf Facebook, YouTube oder eine andere Seite. Wenn Du “fertig” bist (das kann bei solchen Seiten manchmal länger dauern ;-)) gehst Du zurück ans Lernen und merkst, dass Du Dich immer noch nicht gut konzentrieren kannst.

Kein Wunder, denn die Pausenaktivität (ein Onlineprogramm zu nutzen) unterscheidet sich so gut wie gar nicht von Deiner Lernaktivität (Ein Computerprogramm). Um eine wirklich erholsame Pause zu haben, wäre es viel besser einen kurzen Spaziergang zu machen, sich für einen Powernap kurz hinzulegen oder sich mit jemanden über ein leichtes Thema zu unterhalten, das nichts mit dem Lernen zu tun hat.

Wenn man während dem Lernen viel nachdenkt, sollte man etwas tun bei dem man nicht viel denken muss. Wenn man eine neue Sportart lernt sollte man in der Pause seinen Körper ruhen lassen. Umso mehr sich die Pausenaktivität von der Lerntätigkeit unterscheidet, desto ausgeruhter wird man zurückkommen.

Probiere es das nächste Mal aus und siehe was für einen Unterschied es macht Deine Pausen so zu gestalten.

5. Lernmethode: Entspannt und nebenbei lernen

Gibt es noch eine Lernmethode, die noch leichter ist und einem sogar Resultate bringt, wenn man nicht so viel Energie hat und sich eigentlich erholen möchte? Wie toll wäre es zu lernen und danach ausgeruhter zu sein als zu vor?

Es gibt wirklich eine gute Lernmethode mit der man mühelos lernen kann und die trotzdem (oder gerade deswegen) sehr wirksam ist.

Professor Lozanov hat in den 70er Jahren schon herausgefunden, dass eine entspannte Umgebung zu überdurchschnittlichen Lernerfolgen führt. Doch was ist wenn man sich nicht in einer entspannten Umgebung empfindet? Man kann dieses entspannte Umgebung auch dadurch erzeugen, in dem man sich entspannte Barockmusik während des Lernens anhört. Diese Lernmusik hat sich in Studien als besonders förderlich für das Lernen und Arbeiten herausgestellt.

Unsere Jicki Sprachduschen benutzen diese Musik und erlauben es Dir Sprachen auf eine sehr angenehme und leichte Weise zu lernen. Ein weiterer Vorteil auf diese Art zu lernen ist, dass Du so während Du Unterwegs bist oder einfachen Haushaltstätigkeiten nachgehst lernen kannst.

Du kannst hier einige unsere Probelektionen ausprobieren um zu sehen wie leicht und schnell man mit dieser Lernmethode weiterkommt.

Unsere Top-4 FAQs zum Thema Lernmethoden zum schnelleren Lernen

Mit welchen Lernmethoden kann ich schnell und erfolgreich lernen??

Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Lernmethoden. 


Die Birkenbihl-Methode besteht aus vier Schritten:
1. Dekodierung
Wortwörtliches Übersetzen eines Textes.
2. Aktives Hören
Hören des Textes auf Englisch, währenddessen Lesen der eigenen wortwörtlichen Übersetzung.
3. Passives Hören
Erneutes Anhören des englischen Textes und währenddessen mit anderen Dingen beschäftigen.
4. Anwendung
Anwenden der Sprache mithilfe von Übungen, Konversationen etc.

Bei dieser Methode wird der Lernstoff in einer besonders entspannten Atmosphäre aufgenommen, im Idealfall in Kombination mit Entspannungsmusik und -übungen. Auf diese Weise wird das Gelernte in Dein Langzeitgedächtnis transportiert, da Du Dich in einem besonders aufnahmebereiten Zustand befindest.

  • Output-Methode:

Auch bekannt als “Speak from Day 1”, bedeutet diese Methode, alles gelernte immer und direkt anzuwenden. Anfangs ist das zwar sehr wenig, es kommt jedoch von Tag zu Tag mehr dazu. Ein Vorteil dieser Methode ist, dass Du sofort loslegen kannst und es keiner monatelangen Vorbereitung bedarf.

  • Input-Methode:

Das Stichwort heißt hier: konsumieren! Schaue Filme und Serien auf Englisch, höre englische Hörbücher und Podcasts und lies englische Bücher und Zeitschriften. So bekommst Du ein allgemeines Gefühl für die Sprache und entwickelst ein Textverständnis.

Wir von Jicki haben genau diese 4 Methoden kombiniert und in die Jicki App zum Sprachen lernen gepackt. Probiers doch einfach mal aus!

Wie finde ich einen geeigneten Lernpartner?

Den meisten Menschen fällt es leichter zu Lernen, wenn sie einen Lernpartner haben. So kann man sich gegenseitig motivieren, abfragen, loben und unterstützen. Beim Lernen einer neuen Fremdsprache, ist es besonders hilfreich, die neue Sprache zu hören und auch zu sprechen. Das kannst Du mit einem Lern- oder Tandempartner super üben. 

Wie findest Du also einen geeigneten Lernpartner? Als Lernpartner eignen sich vor allem Muttersprachler. Vielleicht hast Du Verwandte oder Freunde die eine andere Sprachen sprechen, die Du fragen könntest. Du kannst Ihnen Fragen zu bestimmten Redewendungen, Bedeutungen und auch der Aussprache stellen und in der Fremdsprache reden. Auch mit Freundinnen und Freunden, die ein ähnliches Sprachniveau wie Du haben, lohnt es sich zusammen zu lernen. 

Neben Freunden oder Verwandten, kannst Du Dir auch einen Tandempartner suchen, mit dem Du Dich regelmäßig zum Sprechen verabredest. 

Am einfachsten findest Du einen Tandempartner an der Uni in Deiner Stadt oder über Sprachschulen. Schau Dir dort an den Pinnwänden einfach mal die Flyer und Angebote an. Außerdem gibt es verschiedene Facebook-Gruppen. In diesen Gruppen findest Du Gleichgesinnte und ihr könnt euch beispielsweise zum regelmäßigen Videochatten auf Englisch oder anderen Sprachen verabreden.

Warum sind Pausen beim Lernen so wichtig?

Kurz gesagt: Ohne Pause kein Lernerfolg! Wer meint beim Lernen gilt “viel hilft viel”, der irrt sich gewaltig. Beschäftigst Du Dich intensiv mit einem Thema, kommt irgendwann der Punkt, an dem Du nichts mehr aufnehmen kannst. Deine Konzentration nimmt ab und Du musst aufhören – frustrierend. 

Das Einteilen des Lernstoffs in Häppchen mit regelmäßigen Pausen hilft Dir dabei, einen klaren Kopf zu bewahren und ermöglicht Dir das Wissen besser aufnehmen zu können.

Bei Jicki ist uns das ausruhen zwischendurch extrem wichtig! Darum dauert eine Sprachdusche auch nur zwischen 15 und 20 Minuten. Danach kannst Du eine kurze 5-10 minütige Pause einlegen. Oder Du hörst Dir 2 Lektionen in Folge an und machst dann eine Pause von einer halben Stunde. Hierbei ist es wichtig, dass Du Deinen ganz persönlichen Weg findest, wie Du am besten klarkommst.

Wie baue ich eine Fremdsprache in meinen Alltag ein, um sie regelmäßig anzuwenden?

Die einfachste Methode um eine Fremdsprache in seinen Alltag zu integrieren, ist es zu schauen, was sich um Dich herum dafür am besten anbietet. 

Mit diesen 3 Tipps fällt es Dir super leicht, eine neue Sprache in Deinen Alltag zu integrieren:

 

  • Vokabeln Lernen leicht gemacht: Wer sich ständig mit fremden Vokabeln umgibt, lernt diese schneller. Platziere Post-Its an Alltagsobjekten, so dass die Augen beim Vorbeigehen ebenfalls daran haften bleiben. So lernst Du mit der Zeit, z. B. mit jedem Gang zum Kühlschrank, dass dieser auf französisch refrigerateur heißt. 
  • Tote Zeiten lebendig machen: Täglich haben wir es alle mit Wartezeiten, Fahrtwegen oder nicht so spannenden Tätigkeiten, wie dem Haushalt zu tun… Während dieser Zeiten ist es nicht immer einfach etwas zu lesen, Zuhören geht allerdings immer. 
  • Filme und Serien in Originalsprache schauen. Auch wenn es Anfangs nicht einfach ist, das Gesagte zu verstehen, allein schon der Kontakt zur Sprache hilft Dir im Unterbewusstsein Phoneme und andere Sprachkomponenten aufzunehmen.

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Helge Straube
Helge Straube

Seit Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema, wie Lernen wirklich funktioniert und denke dabei oftmals um zwei Ecken. Diese Erfahrungen und „Ecken“ möchte ich weitergeben.