Lernen mit allen Sinnen

Was bedeutet Lernen mit allen Sinnen?

Lernen mit allen Sinnen ist auch unter dem Begriff des ganzheitlichen Lernens bekannt, und meint die Verknüpfung der menschlichen Sinne, die beim Lernen aktiviert werden.

Wir alle kennen die klassischen fünf Sinne des Menschen: das Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten. Oft ist aber auch von sechs oder gar sieben Sinnen die Rede. Damit sind erstens der Bewegungssinn sind und zweitens der Gleichgewichtssinn gemeint, die beim Lernen ebenfalls eine wichtige Rolle spielen; dazu aber später mehr.

Sinne parallel ansprechen

Die sogenannte multisensorische Lerntheorie besagt, dass das Gehirn leichter lernt, wenn mehrere Sinne parallel angesprochen werden. Neueste Forschungen im Bereich der multisensorischen Lerntheorie haben ergeben, dass sich Lerninhalte noch leichter einprägen, wenn mehrere Sinne parallel angesprochen werden.

Das Ausdrücken mit eigenen Gesten fiel bei einer Studie des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften besonders positiv aus. Auch die Kombination aus Hören und Sehen schnitt besser ab, als das reine Sehen eines Begriffs, wie in einem Vokabelheft zum Beispiel.

In der Studie zeigte sich ebenfalls, dass die Art und Weise, wie ein Begriff gelernt wurde, sich in der Hirnaktivität widerspiegelte. Wenn also ein unbekannter Begriff mithilfe von Gesten gelernt wurde, waren unter anderem auch Gehirngebiete des Bewegungssystems aktiv. Es geht also darum, alle sensorischen Wahrnehmungen zu verknüpfen, um die Lernfähigkeit zu steigern.

Du möchstest auch mit all Deinen Sinnen Sprachen lernen?

Ganzheitliches Lernen nach Maria Montessori

Ganzheitlich meint, das Ganze im Blick zu haben und mehr noch, sich selbst als Teil des Ganzen zu sehen und zu begreifen. Der Begriff „ganzheitlich“, der sich nicht nur der Pädagogik, aber vor allem auch der alternativen Medizin zuordnen lässt, beschreibt den Zusammenschluss vieler Dinge.

Die Einbettung des Menschen in die Natur und die Einheit von Körper, Seele und Geist, werden als Ganzheit des Menschen beschrieben.

Im Hinblick auf das Lernen steht der Begriff ganzheitlich für die Verknüpfung verschiedener Ebenen. Bei Kleinkindern ist vor allem die körperliche, sinnliche Ebene von großer Wichtigkeit. Ein Kind, das in den ersten Lebensjahren sehr vielseitig spielt, profitiert später davon, da die Verknüpfung, die durch das Zusammenarbeiten der Sinne entsteht, für eine ausgeprägtere Wahrnehmung sorgt.

Die Ärztin Maria Montessori, die sich auf Kinderheilkunde spezialisierte, entwickelte ein Bildungskonzept, dass das Kind und seine Individualität in den Mittelpunkt stellt. Im Mittelpunkt der Montessori-Pädagogik stehen einerseits die Begabungen und die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes und andererseits die Freiheit, dass jedes Kind in seinem eigenen Rhythmus lernt.

Für Maria Montessori war es besonders wichtig, dass Kinder die Möglichkeit haben, sich in einer Umgebung, die an ihre Bedürfnisse angepasst ist, mit allen Sinnen zu entfalten.

Verschiedene Sinne im Schulunterricht fördern

Die meisten traditionellen Lernmethoden benutzen oft nur das Sehen und das Hören. Der Schulalltag der Kinder sieht meist so aus: Lesen, zuhören, lesen, zuhören.

Kinder lernen im Anschluss zu Hause auf die gleiche Art weiter und langweilen sich womöglich schnell. Informationen landen somit oft nur im Kurzzeitgedächtnis, wo sie schon bald wieder vergessen werden.

Das traditionelle Lernen widerspricht also dem Ansatz der Lernforschung, dass die größten Lernerfolge erzielt werden, wenn viele Sinne zum Einsatz kommen. Wäre es da nicht wünschenswert, dass Lehrerinnen und Lehrer das Konzept des multisensorischen oder auch des ganzheitlichen Lernens im Unterricht anwenden?

In Montessori-Kindergärten und Schulen wird das Bildungskonzept praktisch umgesetzt. Dort wird auf den offenen Unterricht gesetzt. Das bedeutet, dass Kinder die Wahl haben, was genau sie machen wollen und wie lange. Mit dieser Freiheit und vor allem ohne Druck sowie ohne Wertung soll das Kind aus der eigenen Motivation heraus lernen wollen.

Waldorfschulen gehen ebenfalls mit gutem Beispiel voran. Die Waldorfpädagogik ermöglicht ein integriertes und ganzheitliches Lernen und lässt Raum für kreativen Unterricht. Vor allem im Bereich des Sprachenlernens wurde festgestellt, das Vokabellernen beispielsweise leichter fällt, wenn das Gehirn ein Wort mit unterschiedlichen Sinneswahrnehmungen verknüpfen kann.

Sprache mit allen Sinnen begreifen

Jetzt eine Frage an Dich: Wie hast Du das Sprachenlernen in der Schule wahrgenommen? Abwechslungsreich oder doch eher einseitig? Fällt Dir spontan das Stichwort interaktiv oder doch eher das Wort Vokabelheft dazu ein?

Wir haben da eine Vermutung…

Um eine Sprache zu lernen, ist es natürlich notwendig, Vokabeln zu lernen. Es kommt aber ganz auf die Art und Weise an, wie Du sie lernst. Besonders wichtig scheint das Bewegungssystem im Gehirn zu sein. Das heißt für Dich, wenn Du Wörter einer fremden Sprache nicht nur hörst, sondern sie mit einer Geste ausdrückst, merkst Du sie Dir besser.

Lerne mit den Jicki-Sprachduschen

Das Konzept der Jicki Sprachduschen ähnelt in vielen Punkten der Montessori-Pädagogik. Wir sind davon überzeugt, dass du am besten lernst, wenn Du in Deinem eigenen Rhythmus und auf eine individuelle Art und Weise Neues hörst.

Mit unseren Sprachduschen lernst Du ganz ohne Druck und kannst dabei verschiedene Sinne parallel ansprechen. Während Du den Trainings lauschst, hast Du die Möglichkeit in unserem Begleitbuch mitzulesen. Oder Du schnappst Dir die Kopfhörer und machst einen Spaziergang durch den Park, während Du Dir eine Lektion anhörst.

Der Trick hierbei ist, dass Du das Gelernte mit den Orten verknüpfst, an denen Du entlanggelaufen bist. Wenn Du Dich beim daran zurück erinnerst, was Du dort gesehen und gerochen hast wird Dir das, was Du zu diesem Zeitpunkt gehörst hast, auch wieder einfallen. Begib‘ Dich also einfach an einen neuen Lernort und bewege Dich, während Du mit Jicki beispielsweise Englisch, Spanisch oder Französisch lernst.

Sprachen lernen mit Jicki

Die Jicki-Methode zum Sprachen lernen ist schnell erklärt: Ähnlich wie beim Erlernen der Muttersprache, oder dem Lernen der jeweiligen Sprache beim Auslandsaufenthalt, basiert unsere Methode auf dem bewährten 3-Stufen-Modell.

  1. Hören: Zu Beginn der Lektionen hörst Du Vokabeln und einfache Sätze mit Übersetzung. Durch die entspannte Musik kannst Du Dir die Wörter noch einfacher merken.
  2. Verstehen: Darauf folgt eine Geschichte, die sich wie bei einer spannenden Serie durch die Lektionen durchzieht. Die Vokabeln kennst Du ja bereits, so dass Dir das Verstehen ganz leicht fällt.
  3. Sprechen: Zum Schluss haben wir noch ein paar Sätze zum nachsprechen für Dich ausgesucht. Du kannst still im Kopf, oder laut mitsprechen. Beides führt dazu, dass Du Deine Aussprache schnell und einfach verbesserst.

Im dazugehörigen Begleitbuch kannst Du auch jederzeit mit- oder nachlesen. Mit Jicki funktioniert das Sprachen Lernen also einfach, entspannt und nebenbei.

Deine Jicki-Vorteile

  • Ganz entspannt: Fühlt sich nicht wie Lernen an
  • Unterwegs & nebenbei: Lerne beim Sport, Kochen oder im Auto
  • Praxisnah: Lerne Vokabeln und Sätze, die Du wirklich brauchst
  • Schnell & effektiv: Die Lektionen dauern nur 20 Minuten
  • Kostenloser Test: 2 Lektionen pro Sprache gratis (ohne Zahlungsdaten)
  • Online & Offline: Mit der Jicki-App überall lernen

Das sagen unsere Lernenden

Fragen und Antworten zum Thema Lernen mit allen Sinnen

❓ Was ist Lernen mit allen Sinnen?

Lernen mit allen Sinnen oder auch ganzheitliches Lernen bedeutet im einfachsten Sinne Verknüpfung und Wechselwirkung, was nicht nur für das menschliche Leben an sich, sondern vor allem auch für Lernprozesse gilt – also für das mentale Futter, dass wir tagtäglich unserem Kopf mehr oder weniger bewusst zuführen.

Je kontextbezogener oder ganzheitlicher Du neue Dinge erlernst, desto besser werden diese gespeichert. Dennoch hat jeder individuelle Vorlieben und Veranlagungen beim Lernen – der eine lernt am besten durch haptisches Ausprobieren, während die andere am liebsten zuhört. In unserem Text zum Thema Lerntypen kannst Du mehr über die Vielfalt von Lernarten erfahren und herausfinden, zu welchem Bereich Du dich zählen kannst.

🚸 Warum ist Lernen mit allen Sinnen wichtig für Kinder?

Lernen mit allen Sinnen ist gerade für Kinder wichtig, da sie mit Kopf, Herz und Hand lernen.

In diesem Alter ist es wichtig, positive Gefühle und Emotionen mit dem Lernen zu verbinden. Und genau das wird beim ganzheitlichen Lernen erreicht.

🎧 Welche Vorteile bietet auditives Lernen?

Podcasts, Hörbücher oder auditive Sprachkurse zum Lernen sind derzeit absolut im Trend. Folgende Gründe erklären, wieso gerade Sprachenlernen auf auditiver Basis oft bessere und nachhaltigere Ergebnisse erzielt:

  1. Hör- und Sprachzentrum liegen in unserem Gehirn dicht beieinander. Darum fällt es dem Gehirn sehr leicht, Verbindungen zwischen den Bereichen herzustellen. Das Gehirn ist also beim Sprachenlernen schon für auditives Lernen prädestiniert.
  2. Beim auditiven Lernen wird Sprachverständnis vermittelt. Beim ständigen Hören einer Sprache entwickelst Du ein Gespür für Melodie und Klang dieser und hast später beim Sprechen weniger Probleme und Hemmungen. Hierauf bauen die Audio Sprachkurse von Jicki auf.
  3. Außerdem vermeidest Du durch auditives Lernen lästige Karteikartensysteme und mit ihnen stupides Wiederholen von Vokabeln. Lernen durch Hören soll dich berieseln und mit der Sprache umgeben, bis du das Gehörte schließlich intuitiv nachsprichst.

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Helge Straube
Helge Straube

Seit Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema, wie Lernen wirklich funktioniert und denke dabei oftmals um zwei Ecken. Diese Erfahrungen und „Ecken“ möchte ich weitergeben.