Ganzheitliches Lernen

Verknüpfung ist alles!

Ganzheitliches Lernen – Verknüpfung ist alles

Stell Dir vor, Du gehst müde und hungrig im Supermarkt einkaufen. Der Tag hat sich gezogen wie Kaugummi unter der Schuhsohle und Du willst einfach nur eine Pizza in den Ofen schieben und Dir keine Gedanken um Kochzeit oder Abwasch machen. Keine Frage, die Pizza schmeckt und liegt nach ein paar Minuten dampfend auf Deinem Teller.

Genauso gut hättest Du Dir aber auch ein- oder zweimal die Woche ein bisschen Zeit nehmen können, um für mehrere Tage vorzukochen. Da bedankt sich nicht nur Dein Körper und deine Geldbörse, sondern Du kannst auch frei wählen, was du gerne in Deinem Essen haben möchtest (egal, ob Lasagne oder Quinoa-Bowl).

Anders ausgedrückt: Die Tiefkühlpizza ist isoliert betrachtet eine verlockende Sache und generell solltest Du natürlich essen, auf was Du Lust hast. Aber sieht man die Pizza-Geschichte einmal in einem ganzheitlichen Kontext, dann trägt sie relativ wenig zu deinem allgemeinen Wohlbefinden bei.  

Tatsächlich ist das nicht nur beim Thema Ernährung so, sondern verhält sich auch bei Lernprozessen ähnlich. In diesem Beitrag erfährst Du also, was es mit dieser Ganzheitlichkeit eigentlich so auf sich hat, warum ganzheitliches Lernen wichtig ist und wie Du für Dich davon profitieren kannst.

Der Mensch lernt nie mit Druck allein – oder: Was ist ganzheitlich?

Das Konzept der Ganzheitlichkeit sieht den Menschen nicht als isoliertes Lebewesen an, das über die Erde stolpert, sondern setzt die Verbundenheit des Individuums mit seiner Umgebung voraus. Jede Tat, die der Mensch vollbringt, hat beim ganzheitlichen Konzept Einfluss auf die Außenwelt und umgekehrt.

Aber auch innerhalb einer einzigen Person bestehen viele Verknüpfungen – Körper, Seele und Geist stehen nämlich in ständiger Wechselwirkung. Das erkennst Du allein schon daran, wenn Du vor einer wichtigen Entscheidung (zum Beispiel ein Jobwechsel) versuchst, Deinen Kopf und Dein Bauchgefühl auszuloten.

Gefühle, Erinnerungen und alles andere, was dein Gehirn so für Dich verarbeitet und aufbewahrt, sind in Netzwerken angelegt und sehr dynamisch gespeichert.

Ganzheitlichkeit bedeutet also im einfachsten Sinne Verknüpfung und Wechselwirkung, was nicht nur für das menschliche Leben an sich, sondern vor allem auch für Lernprozesse gilt – also für das mentale Futter, dass wir tagtäglich unserem Kopf mehr oder weniger bewusst vor die Nase halten.

Dabei gilt: Je kontextbezogener oder ganzheitlicher Du neue Dinge erlernst, desto besser werden sie gespeichert. Dennoch hat jeder von uns seine individuellen Vorlieben und Veranlagungen beim Lernen – der eine lernt am besten durch haptisches Ausprobieren, während die andere am liebsten zuhört. In unserem Text zum Thema Lerntypen kannst Du mehr über die Vielfalt von Lernarten erfahren und herausfinden, zu welchem Bereich Du dich zählen kannst.

Du möchtest kontextbezogen und individuell Sprachen lernen?

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Ganzheitliches Lernen und Gefühle – lass’ die Sonne rein und den Stress draußen

Bei spielenden Kindern kannst Du einen intuitiven, noch recht ungelenkten Lernprozess besonders gut beobachten. Sie sind kleine Meister*innen der Erkundung, denn ihr selbstständiger Forscherdrang ist groß und sie fassen so ziemlich alles an, was nicht schnell genug flüchten kann. 

Neugierig drehen und wenden sie unbekannte Objekte in Händen, riechen, knabbern und lauschen manchmal daran, bis sie sich ungefähr einen Reim darauf machen können, mit was sie es zu tun haben. Man könnte auch sagen, dass sie automatisch all ihre Sinne einbinden und damit mehrere Kanäle am Lernen beteiligen – eine Methode, bei der Dein Hirn ganz klar JA sagt!

Beim Ansatz des ganzheitlichen Lernens wird diese unbeschwerte Neugierde auf alles Unbekannte – sei es greifbar oder nicht – beibehalten und mit positiven Emotionen verbunden. 

Da unser rationaler Verstand und unsere Emotionen untrennbar verflochten sind und wir eigentlich alle von Anfang an wissbegierige Weltentdecker*innen sind (auch wenn sich das in der Schule manchmal ändert), vereint man beim ganzheitlichen Konzept diese Elemente. 

Genauer gesagt gehört eine anregende, aber angenehme Lernatmosphäre ebenfalls zur Definition des ganzheitlichen Lernens, denn Angst oder Stress sind wahre Killer der eigenständigen Kreativität, die super wichtig für Lernprozesse ist. 

Du kannst Dich doch auch bestimmt an mindestens ein Lied, einen Geruch oder ein Symbol erinnern, das dich sofort in eine Erinnerung katapultiert – der Sommerurlaub in Frankreich, wenn Du an einer Konditorei vorbeiläufst oder ein gemütlicher Winterabend unter Freund*innen, wenn es irgendwo nach Zimt riecht. 

Der starke Einbindung von Gefühlen beim Lernprozess hat sich mittlerweile auch in zahlreichen Methoden zum Sprachenlernen niedergeschlagen, wie Du zum Beispiel in unserem Beitrag zum Superlearning erfährst.

Beispiele für ganzheitliches Lernen - mit Kopf, Herz und Hand zum Lernerfolg

Sieht man sich einmal das Hirn, also unsere Lernzentrale, genauer an, dann sind unsere Gehirnhälften ein bisschen wie sehr unterschiedliche beste Freunde (der rational-analytische Typ und der emotionale Freigeist), die sich super ergänzen und am liebsten zusammen abhängen. 

Aber erst seit ein paar Jahrzehnten bezieht man diesen Fakt auch mehr und mehr in Lernprozesse ein – das Zauberwort lautet also auch hier Verknüpfung!

Vera F. Birkenbihl ist dabei eine besondere Persönlichkeit, denn sie hat den Begriff gehirn-gerechtes Lernen im Bezug auf Fremdsprachen geprägt. Was es mit dieser Methode genau auf sich hat und warum sie so bemerkenswert ist, erklären wir Dir in unserem Text über die Birkenbihl-Methode.

Aber wie setzt man diese ganzen schlauen Erkenntnisse über das Lernen nun in die Tat um? Schauen wir uns doch einmal Beispiele zum ganzheitlichen Lernen bei Kindergarten- oder Schulkindern an, wo dieser Ansatz immer mehr Anklang findet – Stichwort Kopf-Herz-Hand-Prinzip!

Dort sind Aufgaben, die auf Körperempfindungen ausgerichtet sind, hoch im Kurs. Das selbstständige und spielerische Kombinieren und Erfühlen von Holzspielzeugen ist beispielsweise eine klassische und gern betatschte Beschäftigung 😉 . 

Apropos Selbstständigkeit – da in der ganzheitlichen Philosophie alle(s) auf der Welt verbunden ist, bedeutet das auch, dass man Verantwortung für sich selbst übernimmt, um dem großen Ganzen etwas Gutes  zu tun. 

Deshalb haben viele Waldkindergärten und Waldorfschulen ein ökologische Bewusstsein. Genauer gesagt sind zum Beispiel vegetarisches Essen und Zeit in der Natur im Tagesablauf integriert, um ein Gefühl für Nachhaltigkeit zu vermitteln und die Sinne zu schärfen. 

Lernprozesse laufen außerdem so gut es geht selbstständig und individuell ab. Die Annahme dabei ist, dass jede*r für sich mit seiner/ihrer einzigartigen Persönlichkeit von Anfang an weiß, was gut und richtig für ihn oder sie ist – freies Spiel ist also im ganzheitlichen Kindergarten total angesagt! 

Zur Selbstständigkeit gehört auch die Handlungsorientierung, also Holzarbeiten und auch sonst so ziemlich alles, was man bauen, basteln oder bemalen kann. Die Welt ist bunt und ebenso das Utensilien-Regal zum Werkeln 🙂 . 

Neue Themen werden aber nicht einfach so in den luftleeren Raum geworfen, nur weil man den Kindern Freiraum lässt. Nein, beim ganzheitlichen Lernen wird gezielt – wie bei einer guten Patchwork-Decke – an das Vorwissen angeknüpft. Deshalb erfreuen sich schließlich auch assoziative Spiele mit Bewegung, Bildern und Begriffen großer Beliebtheit.

Mit den Jicki Sprachduschen ganzheitlich und lauschend zum Lernerfolg

Wir von Jicki haben einen modernen Lernansatz für Fremdsprachen entwickelt, der sozusagen der kleine Bruder der Ganzheitlichkeit ist. Kindliche, intuitive Neugierde ist nämlich ein guter Freund von erfolgreichem Lernen – egal, ob man 5 oder 46 Jahre alt ist!

Bei uns lernst Du auditiv und ohne explizite Grammatikregeln oder Vokabellisten. Wie ein/e Spracherforscher*in beziehungsweise wie ein dritter Gast kannst Du realitätsnahen Dialogen beiwohnen, um ohne Stress ein intuitives Sprachgefühl zu entwickeln. 

Neue Vokabeln werden in konkrete Handlungen eingebettet (zum Beispiel ein Besuch im Restaurant), sodass es Deinem Gehirn leicht gemacht wird, das Gehörte in einem Kontext langfristig abzuspeichern

Wir von Jicki glauben nämlich daran, dass Du in einer neuen Sprache vor allem selbstständig handeln können solltest, denn Sprache findet nicht in isolierten Aufgaben und Wörterbüchern statt, sondern in Gesprächen und Begegnungen zwischen Menschen. 

Unser ganzheitlicher Ansatz zeigt sich auch darin, dass Du Deinen Lernprozess mit unseren Sprachduschen individuell und ganz nach deinem Lerntypen gestalten kannst. 

Du brauchst Bewegung? Dann ab in die Turnschuhe, Kopfhörer auf und ab geht die Lutzi! Oder soll es lieber etwas Visuelles sein? Dann hilft Dir unser Begleitheft dabei, die Dialoge mitzulesen und Dir Notizen zu machen. 

Dafür musst Du Dir nicht einmal zusätzliche Zeit einplanen, sondern kannst die Audiokurse einfach in deinen Tagesablauf integrieren

Unser Ansatz basiert auf dem Superlearning-Prinzip, das eine angenehme Lernatmosphäre vorsieht und Entspannungsübungen beinhaltet

Durch den Wechsel von Dialog-Action und musikalischer Entspanntheit wird Dein Kopf in einen besonders aufnahmebereiten Zustand versetzt. 

Dadurch lernst Du ohne Mühe, während Du Dich sanft in andere Welten träumst, was wiederum gut für deine kreative Ader ist 🙂 . 

Egal, ob Schüler*in, Wanderlustige*r, Arbeitnehmer*in oder allgemeiner Sprachenfreak – für Euch alle gilt die Jicki-Formel: 

Kontextbezug +  good vibes + fremde Lauschwelten = ganzheitlicher Lernerfolg!

Unsere Top-3 FAQs zum ganzheitlichen Lernen

Was ist ganzheitliches Lernen?

Ganzheitlichkeit bedeutet im einfachsten Sinne Verknüpfung und Wechselwirkung, was nicht nur für das menschliche Leben an sich, sondern vor allem auch für Lernprozesse gilt – also für das mentale Futter, dass wir tagtäglich unserem Kopf mehr oder weniger bewusst zuführen.

Je kontextbezogener oder ganzheitlicher Du neue Dinge erlernst, desto besser werden diese gespeichert. Dennoch hat jeder individuelle Vorlieben und Veranlagungen beim Lernen – der eine lernt am besten durch haptisches Ausprobieren, während die andere am liebsten zuhört. In unserem Text zum Thema Lerntypen kannst Du mehr über die Vielfalt von Lernarten erfahren und herausfinden, zu welchem Bereich Du dich zählen kannst.

Warum ist ganzheitliches Lernen wichtig für Kinder?

Ganzheitliches Lernen ist gerade für Kinder wichtig, da sie mit Kopf, Herz und Hand lernen.

In diesem Alter ist es wichtig, positive Gefühle und Emotionen mit dem Lernen zu verbinden. Und genau das wird beim ganzheitlichen Lernen erreicht.

Welche Vorteile bietet auditives Lernen?

Podcasts, Hörbücher oder auditive Sprachkurse zum Lernen sind derzeit absolut im Trend. Folgende Gründe erklären, wieso gerade Sprachenlernen auf auditiver Basis oft bessere und nachhaltigere Ergebnisse erzielt:

  1. Hör- und Sprachzentrum liegen in unserem Gehirn dicht beieinander. Darum fällt es dem Gehirn sehr leicht, Verbindungen zwischen den Bereichen herzustellen. Das Gehirn ist also beim Sprachenlernen schon für auditives Lernen prädestiniert. 
  2. Beim auditiven Lernen wird Sprachverständnis vermittelt. Beim ständigen Hören einer Sprache entwickelst Du ein Gespür für Melodie und Klang dieser und hast später beim Sprechen weniger Probleme und Hemmungen. Hierauf bauen die Audio Sprachkurse von Jicki auf. 
  3. Außerdem vermeidest Du durch auditives Lernen lästige Karteikartensysteme und mit ihnen stupides Wiederholen von Vokabeln. Lernen durch Hören soll dich berieseln und mit der Sprache umgeben, bis du das Gehörte schließlich intuitiv nachsprichst. 

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Helge Straube
Helge Straube

Seit Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema, wie Lernen wirklich funktioniert und denke dabei oftmals um zwei Ecken. Diese Erfahrungen und „Ecken“ möchte ich weitergeben.