Warum Kinder schneller und einfacher Sprachen lernen

Kinderleicht Sprachen lernen

Hast Du Dich schon mal gefragt, warum Dir das Erlernen Deiner Muttersprache so einfach gefallen ist? Hast Du Dich dann auch gefragt, warum das Sprachenlernen nicht so kinderleicht geblieben ist, wie damals und bist dann zu dem Schluss gekommen, dass es vielleicht einen Grund hat, dass es kinderleicht und nicht “erwachsenenleicht” heißt?

Egal, ob Du Dir diese Fragen schon einmal gestellt hast oder nicht: Ich liefere Dir die Antworten. Du kannst mich nicht daran hindern, außer vielleicht nicht weiterlesen, aber dann wäre ich total traurig.

Wie Kinder ihre erste Sprache lernen

Das Sprechenlernen in der Kindheit unterscheidet sich grundlegend vom Sprachenlernen wie zum Beispiel später in der Schule. Denn wenn Du als Kind Deine Erstsprache erwirbst, tust Du das nicht anhand von Wortbedeutungen und Grammatikregeln, sondern eines intuitiven Prozesses.

Dieser erlaubt dem Gehirn alle relevanten gesammelten Eindrücke in einem neuronalen Netzwerk miteinander zu verknüpfen und baut einzelne Verbindungen weiter aus, wenn sie regelmäßig aufgefrischt werden. Das heißt im Klartext, dass sich im Falle des Sprechenlernens bestimmte, sich öfter wiederholende Sprachgebilde, mit der Zeit in das Gehirn des Kindes “einbrennen”. Klingt nicht nur schmerzhaft sondern ist auch der Grund, warum Kleinkinder so viel weinen… Nein, natürlich nicht. War nur ein kleiner Scherz 😉

Aber aufgrund dieses Prozesses lernt ein Kind gewisse Regelmäßigkeiten, die es anwenden kann, wenn es beginnt selbst zu sprechen. Mittlerweile geht man aber davon aus, dass bereits im Mutterleib die ersten Grundzüge der Muttersprache gelernt wird.

Reizvoll lernen für Kinder

Sobald das Kind anfängt selbst zu sprechen, verstärken sich die bereits angelegten Verbindungen übrigens noch weiter und werden so nach und nach immer zuverlässiger. Da visuelle und akustische Reize hierbei eine besonders große Rolle spielen, ist es wenig überraschend, dass das erste gesprochene Wort oft “Mama” ist. Denn die Mutter verbringt in der Regel die meiste Zeit mit dem eigenen Kind, wodurch dieses erstens ständig dem visuellen Reiz ausgesetzt ist und zweitens regelmäßig mit der Sprache der Mutter konfrontiert wird.

Mütter neigen dazu, ihre Stimme beim Sprechen mit dem Kind anzupassen und sich in Sätzen selbst als “die Mama” zu erwähnen. Durch diese starke und regelmäßige Reizkombination ist das erste Wort quasi vorprogrammiert.

Natürlich ist auch die Lautfolge relevant. Das M als labialer Nasal mit dem ungerundetet a ist eine ideale Kombination. In der frühen Brabbelphase versuchen sich Kleinkinder an diesen Lautfolgen: ma, da, pa – dann auch redupliziert: dada, mama, papa.
Die freudige Reaktion der Mutter beim ersten Aussprechen des Brabbel-Wortes wird dann ebenfalls dafür sorgen, dass sich das neu gelernte Wort nachhaltig im Gedächtnis des Kindes verfestigt.

Das liegt daran, dass wir uns Informationen besonders gut merken können, wenn diese mit Emotionen verknüpft sind. Das funktioniert sowohl im Fall der heißen Herdplatte durch negative Assoziationen, als auch beispielsweise durch den Applaus der Mutter, wenn das Kind zum ersten Mal Mama gesagt hat. Trotzdem wäre es natürlich nicht empfehlenswert dem Kind gezielt anhand negativer Emotionen neues Wissen beizubringen.

Geht das auch beim Lernen einer Fremdsprache?

In der Regel werden Fremdsprachen, wie vorhin schon erwähnt über bewusstes Lernen von Vokabeln und Grammatikregeln gelernt. Das widerspricht ja erstmal dem intuitiven Ansatz des Erstspracherwerbs. Was daran liegt, dass diese meist erst (viel) später erlernt werden, als die Muttersprache und sich dadurch teilweise ein zweites neuronales Netzwerk im Sprachzentrum des Gehirns aufbaut. Das ist dann aber mit deutlich mehr Anstrengung verbunden und dauert entsprechend auch länger.

Lernt ein Kind jedoch schon im frühen Alter eine zweite Sprache, dann nutzen beide Sprachen das gleiche neuronale Netzwerk. Das hat zufolge, dass beide Sprachen relativ schnell und mühelos erlernt werden können. Man unterscheidet hier zwischen Frühlernern und Spätlernern. Bis zum Alter von etwa drei Jahren (ob es tatsächlich nur bis zum Alter von drei Jahren, oder doch länger möglich ist, wissen auch die Experten momentan noch nicht genau) gilt das Kind noch als Frühlerner und kann beide Sprachen über das gleiche neuronale Netzwerk abrufen. Kinder bzw. Menschen, die erst nach dem dritten Lebensjahr beginnen eine weitere Sprache zu lernen gelten wiederum als Spätlerner, die auf unterschiedliche Netzwerke zurückgreifen müssen.

Interessant ist auch, dass Menschen, die für zwei Sprachen nur ein neuronales Netzwerk besitzen, in der Lage sind dieses auch noch für das Erlernen einer dritten oder vierten Sprache zu benutzen. Wie Du vielleicht schon vermutet hast, ist das Erlernen der neuen Sprachen dann auch ähnlich intuitiv, wie bei den beiden Erstsprachen.

Du möchtest mit Deinen Kindern zusammen eine neue Sprache lernen?

Und wie funktioniert Sprachen lernen für Kinder jetzt genau?

Oft war man der Meinung, es sei wichtig für Kinder beim Sprechenlernen, dass die Sprache korrekt vorgegeben wird. Es sei dem Gehirn nämlich nicht möglich im jungen Alter zwischen richtiger und falscher Grammatik oder vergleichbaren Abweichungen zu entscheiden. Das ist jedoch in neuerer Zeit längst überholt. Denn Eltern sprechen mit ihrem Nachwuchs meist eben nicht korrekt, sondern kindgerichtet. Da kommt dann ein “Ja, wer hat denn da pupu gemacht?” neben dem “Wie macht der Wauwau?”.

Tatsächlich ist es genau diese Form der Sprache, die Kindern den Spracherwerb erleichtert. Fehler – wenn man diese überhaupt so nennen mag – gehören zum Spracherwerb dazu. Ein Kind muss in den ersten Jahren keinen perfekten Satz formulieren, um darauf aufzubauen. Es hangelt sich Schritt für Schritt an bereits gehörtem entlang, übergeneralisert manches, bildet ein-wort und dann zwei-wort Sätze.

Fremdsprachen lernen mit Jicki - perfekt für Kinder!

Wie es der Zufall so will, beschäftigen wir bei Jicki uns mit der Entwicklung von Audio-Sprachkursen. Und gerade Kinder können von unseren Online-Sprachkursen besonders profitieren.

Denn einerseits eignen sie sich aufgrund ihres rein auditiven Ansatzes für Kinder, die eine Fremdsprache lernen wollen aber noch nicht richtig lesen können.

Andererseits können sie dabei unterstützen, das Lesenlernen in der Muttersprache bei Kindern zwischen 7 und 10 Jahren nicht zu gefährden, wenn in diesem Alter parallel noch eine weitere Sprache gelernt wird.

Mittlerweile sind unsere Sprachkurse sogar in unserer App für den Google Play Store erhältlich (und in absehbarer Zukunft auch im App Store von iTunes). Also darf auch bequem über das Smartphone gelernt werden.

Sprachen lernen für Kinder mit Jicki

Die Jicki-Methode zum Sprachen lernen für Kinder ist schnell erklärt: Ähnlich wie beim Erlernen der Muttersprache, oder dem Lernen der Englischen Sprache beim Auslandsaufenthalt, basiert unsere Methode auf dem bewährten 3-Stufen-Modell.

  1. Hören: Zu Beginn der Lektionen lässt Du Dich einfach von rhythmisch gesprochenen Vokabeln mit Übersetzung berieseln. Du wirst überrascht sein, wie viel schon nach einmaligem Hören hängen bleibt.
  2. Verstehen: Anschließend hörst Du eine Englische Geschichte, die sich wie bei einer spannenden Serie durch die Lektionen durchzieht. Die Vokabeln kennst Du ja bereits, so dass Dir das Verstehen ganz leicht fällt.
  3. Sprechen: Zum Schluss haben wir noch ein paar Sätze zum Nachsprechen für Dich ausgesucht. Du kannst still im Kopf, oder laut mitsprechen. Beides führt dazu, dass Du Deine Aussprache schnell und einfach verbesserst.

Anschließend kannst Du entweder direkt zur nächsten Lektion springen, oder die Lektion zur Festigung noch einmal wiederholen. Im dazugehörigen Begleitbuch kannst Du auch jederzeit mit- oder nachlesen.

Deine Jicki Vorteile

  • Perfekt für Kinder: Wie ein spannendes Hörbuch aufgebaut
  • Als Ergänzung: Nach der Schule
  • Alltagsnah: Vokabeln und Sätze lernen, die Du und Dein Kind wirklich brauchen
  • Schnell & effektiv: Die Lektionen dauern nur 20 Minuten
  • Kostenloser Test: 2 Lektionen pro Sprache gratis (ohne Zahlungsdaten)
  • Online & Offline: Mit der Jicki-App

Unsere Top-3 FAQs zum Thema Sprachenlernen bei Kindern

🚼 Warum fällt Kindern das Lernen leichter?

Das Gehirn eines Kindes ist in seinen Gewohnheiten und Denkmustern flexibler und weniger festgefahren, als das eines Erwachsenen. Durch die freieren Gedankengänge gelingt es Kindern besser, sich an neue Umstände anzupassen. 

Bei neuem Wissenserwerb zwingen Erwachsene ihr Gehirn dazu, die gewohnten Pfade der kognitiven Vernetzungen zu verlassen und neue zu kreieren. Da sich unser Gehirn als faules Organ auszeichnet, ist es darüber nicht erfreut. Bei Kindern ist dieser Vorgang jedoch sehr aktiv. Jeden Tag bilden sich tausende von neuen Vernetzungen.

Auch beim Sprachenlernen haben Kinder es leicht. Um an das Lernen der Muttersprache anzuknöpfen, ist eine auditive Lernmethode der perfekte Begleiter. Die Jicki Methode tut genau das – hierbei lernst Du mit Deinen Kindern Sprachen ganz entspannt und intuitiv.

🏆 Welche Lernmethoden eignen sich am besten für Kinder?

Kinder lernen sehr schnell und unbeschwert. So ist es auch mit neuen Sprachen. Jeder von uns hat schließlich schon mindestens eine Sprache im Kindesalter gelernt – unsere Muttersprache. Beim Lernen mit Kindern ist es also sinnvoll, auditive Lernmethoden anzuwenden. Das Gehörte kann von Kindern einfach gespeichert und langfristig im Gedächtnis behalten werden. Das beste Alter hierfür ist zwischen drei und sechs Jahren.

🎭 Wie motiviere ich mein/e Kind/er zum Sprachen lernen?

Du willst mit Deinem Kind/ Deinen Kindern anfangen Sprachen zu lernen und Du suchst noch nach einer geeigneten Möglichkeit, wie Du ihm/ ihnen dabei Spaß vermittelst und ohne Druck die neue Sprache näherbringen kannst? 

Hier unsere Top-3 Motivationstipps zum Sprachen lernen für Kinder: 

1. Stärken nutzen
Jedes Kind hat bestimmte Themen, für die es sich interessiert und daraus entstehen auch dessen Stärken. Ebenso hat jeder Schwächen. Diese müssen sich nicht gleich auf ein komplettes Schulfach beziehen. Es ist gut möglich, dass ein Kind ungern Vokabeln lernt, aber viel Spaß daran hat eine Sprache zu sprechen oder zu lesen. Deshalb unser Tipp: auf die Stärken konzentrieren. 

Sag Deinem Kind, was es besonders gut kann und lobe es dabei. Orientiere Dich bei den Übungen, die ihr zusammen macht an den Stärken Deines Kindes/ Deiner Kinder.

2. Der richtige Ort zum Lernen
Der Lernort kann die Motivation Deines Kindes beeinflussen. Viele Experten empfehlen, dass ein Kind immer am selben Ort lernen sollte. Der Ort sollte im besten Fall mit positiven Erlebnissen in Verbindung gebracht werden können. Negative Erfahrungen an bestimmten Orten können sich auch negativ auf das Lernen auswirken. Um den richtigen Lernort zu bestimmen, gibt es mehrere Möglichkeiten:

Eine Möglichkeit wäre es, Dein Kind zu beobachten und so herauszufinden, in welchem Zimmer es sich am wohlsten fühlt und gerne viel Zeit verbringt. Oder Du fragst Dein Kind einfach, wo es denn am liebsten lernen würde. Vielleicht fühlt sich Dein Kind an einem Ort am produktivsten, den Du selbst nie als Lernort wählen würdest.

3. Gemeinsam Lernen
Nicht nur der Ort ist entscheidend – es ist genauso wichtig, wer sich mit Deinem Kind gemeinsam zum Lernen dort hinbegiebt. Kinder sind nicht gerne alleine. Das macht sich beispielsweise bemerkbar, indem sie ihre Hausaufgaben alleine im Kinderzimmer nicht machen oder nach kurzer Zeit schon aufhören. 

Darum raten wir zum gemeinsamen Lernen. Du kannst mit Deinem Kind zusammen Videos ansehen, eine Geschichte lesen oder einen Kinder-Sprachkurs machen. Dafür eignen sich unsere Sprachduschen besonders gut, da sie auf auditiver Basis stattfinden und Kinder, besonders im Alter von 3-6 Jahren, auf diese Art am besten lernen können.

Möchten die Kinder sofort anfangen zu lernen?

Holt euch die Jicki App!

Jicki App Sprachwahl
Helge Straube
Helge Straube

Seit Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema, wie Lernen wirklich funktioniert und denke dabei oftmals um zwei Ecken. Diese Erfahrungen und „Ecken“ möchte ich weitergeben.